Dienstag, 30. Juni 2009

Mammutprogramm (22.-28.06.2009)

Das wird ne Woche. Aber Zeitmanagement ist alles. Der Montag ging noch relativ ruhig von statten. Ich musste einen Laden finden, der meine Hochzeitszeitungen bindet, also die von mir gestalteteten und für die Hochzeit meiner Tante gedachten. Dies klappte und so war auch der Punkt auf der To Do Liste für diese Woche erledigt.

Freundschaftsdienst. Bis 17 Uhr im Büro gehockt, schnell nach Bochum ein Rad im Lager geholt und weiter ging es nach Beckum. Hier das Rad abgeliefert und wieder zurück nach Hilden. Und schon war auch der Nachmittag / Abend um.

Letzter Arbeitstag die Woche. In der Mittagspause schnell die Zeitungen abgeholt. Dann hieß es schnell Tasche packen und nach Monaten mal wieder bei Jürgen und Andrea zum Abendessen vorbeigeschaut. Wurde mal wieder höchste Zeit. Im Garten bissl Badminton gespielt, wo ich natürlich unschlagbar war und dann lecker Grillfleisch und -wurst reingezogen. Als der Gong fast ertönte, verabschiedete ich mich.

4 Uhr rasselte der Wecker. Hiiiiiiiiilfe. Waschen, anziehen, Tasche schnappen und los Richtung Flughafen. Gut, dass ich schon groß bin und auch selbstständig aufstehen kann. Hätte ich mich auf meine Mama verlassen, wäre der Flieger ohne mich gestartet. Eingecheckt und los ging es. Um 7.30 Uhr hatte ich Dresden erreicht aber wo ist mein Abholservice??? Ich muss jetzt nicht etwa mit dem Zug weiterfahren??? Nach 30 Minuten bangen warten, kam endlich das Taxi. Timi hatte es sich auch nicht nehmen lassen mich gleich in Dresden zu begrüßen. Mama und Papa wollten ihm Flugzeugen zeigen aber er fand die Rolltreppe viel interessanter. Weiter ging es nach Bautzen, zum Mittag gab es die gewünschten sauren Eier, ich holte den Mietwagen ab und dann musste ich meine Äuglein für zwei Stündchen schonen. Wieder wach ging es alsbald auch schon zum Polterabend ins Nachbardorf. Meine Aufgabe war es an diesem Abend das Geschehen mit der Kamera festzuhalten. Hab mich wohl bei der Hochzeit meiner Cousine ganz gut angestellt, dass ich wiederholt dazu eingeteilt wurde. Kurz vor 1 Uhr begann dann auch noch mein Fahrdienst. Erste Fuhre wieder heimgeschafft und die zweite geholt. Auf dem Rückweg schloss ich fast noch Bekanntschaft mit einem Reh. Aber es fehlten circa drei Meter. Glück gehabt.

Um 1.30 Uhr lag ich dann endlich in der Kiste. Ausschlafen war aber nicht drin. Um 9.30 Uhr saß ich schon wieder im Auto um nach Cottbus rüberzufahren. Normal beträgt der Weg zeitlich gesehen 1.30 h Fahrtzeit, aber aufgrund diverser Baustellen benötigte ich über zwei Stunden. Dann noch schnell bei den Eltern vorbei, Brötchen für nen hungrigen Kerl geschmiert, der in Cottbus nix ordentliches zwischen die Kiemen beim Frühstück bekommen hat und rüber zu den Messehallen. Was ich da wollte? Deutsche Meisterschaft im Einzelzeitfahren. Für Kim war ich als Begleitwagen vorgesehen. Um kurz nach halb drei ging es auf die Strecke und diese 50 Minuten sollten die letzten Minuten sein, in denen ich für Tage eine normale Stimme hatte. 40 Kilometer lang brüllte ich den Jungen an und es half. Platz zehn. Und was man bei so einem Event für Leute trifft. Schon deshalb hat sich die Reise gelohnt. Meine ganzen alten Leute aus Cottbuser Sportinternatzeiten. Zippel, Falk, Paddi, Claudine, mein alter Trainer Achim und und und. Klasse. Als die Titel vergeben waren, ging es zurück nach Bautzen. Ich hatte noch einen Wohnungsbesichtigungstermin bei meinem Cousin, übrigens voll schön die Bude und wieder in meiner Unterkunft zurück gab es eine kleine Wasserschlacht am Swimmingpool. Vor dem Schlafgehen mit den Kids noch eine Kissenschlacht veranstaltet und dann war ich reif für die Nacht.

Auf geht es zur Suche nach einem Internetzugang. News geschrieben und online gestellt, dann auf den Friedhof zu Oma und Opa gefahren, Mittagsschlaf fiel heute aus, stattdessen ging es zum Standesamt. Immer dabei - die Kamera. Nach dem Ja Wort ging es weiter zum Schloss wo die big Party anstand. Uuups. DVD voll. Los Laura schnell heim, ne neue suchen, damit wir die Ankunft der Braut und des Bräutigam in der Eselskutsche nicht verpassen. Das ganze hatte auch was gutes. So konnten wir bepackt mit einer neuen DVD auch die Fahrt in der Kutsche filmen. Von vorne kam nix also mit dem Auto neben die Kutsche gesetzt und Film ab. Liaaaaaaaaaaane da kommt ein Auto. Egal der hält schon an. Tat er auch. Hi, hi. Endlich gab es schon meine am Donnerstag verlangte Erdbeertorte. Als alle sich den Magen vollgeschlagen hatte, gab es Programm, dann lecker Abendessen, wieder Programm und gegen Mitternacht suchte ich das Weite.

7 Uhr hieß es raus aus den Federn. Diesmal benötige ich nur 1:10 h bis Cosebuz. Schon wieder fährt die dahin? Klar diesmal standen die Deutschen Meisterschaften Straße der Elite an. Gleichzeitig nach U 23 Bundesliga Cottbus Görlitz Cottbus. Das war mein Part. Renndienstwagen Nummer drei und Isi unsere Physio als Mechanikerin. Das wird ein Spaß. 175 Kilometer fuhren wir in Kolonne und das so meine ich fehlerfrei. Die Jungs waren uns dreimal besuchen um bissl Flüssigkeit nachzutanken aber ansonsten hatten wir eher weniger zu tun. In Cottbus zurück gab es einen Massenspurt mit dem unser Team eher weniger zu tun hatte. Und dann kamen die Profis von ihrer 240 Kilometer Runde zurück und wer hatte am Ende die Nase vorn? Kaum zu glauben. Martin Reimer. Wie geil ist das denn? Ganz feste geknuddelt und es fiel mir schwer die Tränen bei der Siegerehrung zurückzuhalten. Ganz starke Leistung und Respekt. Wie beneidete ich Paddi jetzt um seinen Job als Chaperon beim Sieger. Allen noch mal die Hand geschüttelt, schnell die sieben Sachen zusammengerafft, bei den Eltern den Kühlschrank leergeräumt und gegen 17.30 Uhr ging es auf die Autobahn gen Hilden. Einen Stau umfahren und um 23 Uhr war ich in der Itterstadt und hatte ein erlebnisreiches, stressiges Wochenende hinter mir, aaaaaaaaaber es war einfach toll.

Bis zur nächsten Woche

Eure Lilli

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