Mittwoch, 13. Januar 2016
Wieder da
ich bin wieder da. Nach knapp zwei Jahren Abstinenz wird es in Zukunft wieder die ein oder andere Geschichte aus meinem Leben geben. *Applaus*
Was ich in den letzten Jahren getrieben habe? Ich habe diverse Länder bereist. Neben dem jährlichen Trip nach Kroatien, sind Länder wie Albanien, Bulgarien, Schweiz, Österreich, Belgien, Luxemburg, Liechtenstein, Frankreich, die Niederlande und Norwegen in den Genuss von mir gekommen. Zwischendurch war ich hin und wieder auch arbeiten. Die Reisen müssen ja finanziert werden.
Sportlich bin ich mega faul geworden. Passiv bin ich noch ganz vorn mit dabei, aktiv gehöre ich wohl zu den Letzten. Aber das soll sich im Laufe des Jahres ändern. Ich bin da ganz positiv gestimmt. Zumal ich mich schon für den 10 km Airport Run Anfang April angemeldet habe.
Bis auf das ein oder andere Zipperlein bin ich auch gesund durchgekommen. Das Duell "Wer ist der Stärkere" mit der LED Wand beim Münsterlandgiro habe ich zwar verloren, aber so ein Schlag auf den Hinterkopp kann ab und an ja nicht schaden.
Das Jahr 2016 wartet mit vielen Abenteuern auf mich. Zunächst geht es nächste Woche für zwei Wochen nach Florida. Kein Urlaub. Harte Arbeit wartet da auf mich. Okay, okay. Das war bissl übertrieben. Wird wohl eher so ein Mittelding zwischen Pauken und Erholung. Andere werden für den Bambi, den Echo, den Grammy oder den Oscar nominiert, mich hat man zur Akelius University nominiert. Auch nicht schlecht, oder? Im Mai geht es ne Woche nach Stockholm und im Oktober ne Woche nach Zypern. In Zypern werde ich wohl ne Woche Urlaub noch dranhängen.
Von Ende April bis Anfang Juli habe ich mich noch zu einem dreimonatigen Studium angemeldet. So rosten meine Gehirnzellen in 2016 bestimmt nicht ein.
Neben Zypern ist urlaubstechnisch Kroatien bereits in Sack und Tüten und Litauen in Planung. Mit meinen Lieblingskollegen wollen wir noch ein paar Tage nach Prag.
Im Familienkreis stehen mehrere runde Geburtstage an. Das Feiern kommt also auch nicht zu kurz.
Und neben den ganzen Reisen, sportlichen Aktivitäten, dem Studium und den Feiern steht noch ein Großprojekt an - der Hausbau. Das hat schon eine Menge Nerven gekostet und wird es definitiv auch noch in der Zukunft. Aber wenn dann alles fertig ist, dann ist einmal mehr ein Traum wahr geworden. Ich freu mich riesig drauf.
Das ich das alles so erleben darf, habe ich auch meiner besseren Hälfte zu verdanken. Er hat mich das ein oder andere Mal schon vor einem Fehltritt bewahrt und ist nicht nur in guten Zeiten mein Anker. Danke dafür.
Dann mach ich hier erstmal Schluss und melde mich wieder.
Passt gut auf euch auf.
Eure Lilli
Samstag, 29. März 2014
Live your life on the top
Nach der Rückkehr aus meinem Toskana Urlaub wurde ich gleich am 1. Arbeitstag überrascht. Ob ich denn nicht Lust hätte für die Firmenweihnachtsfeier etwas vorzubereiten. Und da mir bei so etwas „nein“ sagen schwer fällt, bin ich darauf eingegangen. Unsere Firma wächst und wächst und damit sich auch jeder schon mal gesehen oder den Namen des anderen gehört hat, war es mein Job, die Leute aus dem kaufmännischen Bereich in einer Präsentation vorzustellen. 08/15 ist auch nicht so mein Ding und so waren zwei Wochenenden für dieses Projekt am Ende drauf gegangen. Zu jedem Gesicht - 24 waren das glaube ich - gab es ein kleines Gedicht. Dieses enthielt die Jobbeschreibung und entweder ein Hobby oder Wesensmerkmal. Das ganze kam am Ende gut an - ich hatte jedenfalls das Gefühl. Demzufolge Auftrag erledigt. Haken dran.
Am 1. Adventswochenende haben wir dann meine Eltern zu uns eingeladen. Am Freitag ging es zu den Eisbären in die O2 World. War ein cooles Erlebnis. Mein Daddy ging voll mit. Samstag morgen schlenderten wir dann sechs Stunden durch Berlin und über diverse Weihnachtsmärkte. Als die Männer dann schlapp machten und auch die Sportschau begann, gönnten meine Ma und ich uns noch den Kinofilm „Frau Ella“. Zur Weihnachtsshow in den Friedrichstadtpalast ging es dann noch am Sonntag.
Das Weihnachtssingen bei Union fiel in diesem Jahr für uns flach. Andy konnte nicht eher Feierabend machen und so war es zeitlich für uns nicht machbar. Jut, war dann für Union dadurch nicht so ein großer Erfolg, was die Stimmen anbelangt, aber im nächsten Jahr sind wir hoffentlich wieder dabei.
Heiligabend ging es dann morgens für mich gen Sachsen zur Verwandtschaft. Hier wartete, wie seit Jahrzehnten am Kornmarktcenter in Bautzen mein Bruder auf mich und anders als üblich, war ich diejenige, die irgendwann die Nase vom shoppen voll hatte. Ab 15 Uhr ging es dann mit der Bescherung unserer großen Familie los. Für jeden war etwas dabei.
10 Uhr Start zum traditionellen 1. Weihnachtsfeiertag Lauf. Ganz schön windig und gemacht habe ich ja auch nix in den letzten Wochen. Meinen Bruder und meinen Onkel hatte ich aber noch im Griff.
Einen Tag später ging es noch zu Tante´s Geburtstag und am 27. gen Cottbus. Hier noch kurz mit ein paar Mädels im Da Capo zum Eis schlecken getroffen und dann nichts wie los nach Berlin zu meiner besseren Hälfte.
Am 29. ging es dann schon wieder auf Silvesterreise. Diese Reise ist der Hammer. Das fünfte Mal fand diese nun schon statt und jedes Jahr möchte man die Zeit anhalten. Also auch hier noch mal ein großes fettes Danke an Jacqui, die dieses Erlebnis Jahr für Jahr organisiert. Übrigens habe ich dieses Jahr hier das Boule spielen für mich entdeckt. Am zweiten Tag des neuen Jahres ging es dann zurück.
Und das neue Jahr ging gleich munter weiter. An zweiten Januarwochenende besuchte ich einen Fotokurs, das darauf folgende Wochenende verbrachte ich in NRW. Samstag morgen nach Stadtlohn zur Jahreshauptversammlung der Radsportjugend des Bezirkes Nordwestfalen, anschließend nach Düsseldorf zum Mädels Abend. 30 Minuten war ich zu spät und warum, weil ich mich in dieser Altbierstadt noch nie wirklich zurecht gefunden hatte und nun auch mein Handyakku den Geist aufgab, naja und die Leute halfen einem auch nicht wirklich weiter. Irgendwann kam ich dann doch an und verließ nach Mitternacht die Kneipe. Am nächsten Morgen absolvierte ich einen kleinen Run, fuhr dann zur Radrennbahn nach Büttgen. Hier kurz dem Nachwuchs zugeschaut und ab zurück nach Düsseldorf zum Brunch mit meinem ehemaligen Sportler Kim. Weiter ging es nach Bielefeld und Ex Kollegen Frank. Ein Spaziergang, ein Stück Kuchen, eine Tasse Café und vier Stunden später machte ich mich weiter auf den Weg zurück nach Berlin.
In der Woche erstrampelte ich zwei Eintrittskarten für die Sixdays, wo ich dann auch am Freitag zuschaute. Premiere. Und dann passierte mir was ganz blödes. Ich war zur sportlichen Leiter Ausbildung angemeldet und war felsenfest davon überzeugt, dass diese am Sonntag, dem 25.01.2014 stattfindet. Nur doof, dass der 25. bereits am Samstag war und mir das ganze auf dem Weg des Geschehens am Sonntag erst auffiel. Arrrrgh. Ich werde alt.
Mein letztes Bowling Abenteuer war ja nicht so prickelnd und so hatte ich mit dieser Sportart noch eine Rechnung offen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten schlug ich mich wacker und war auf der Geburtstagsfeier von unserem Kumpel Ralf mit vorn dabei und vor allem verletzungsfrei.
Die nächsten zwei Wochen versuchte ich soviel wie möglich vor dem Fernseher zu hocken. Es war ja Olympia Zeit und auch wenn ich all die Dinge, die außen herum abliefen und immer noch ablaufen nicht akzeptiere und toleriere, war ich der Meinung, dass die Sportler dafür nicht bestraft werden sollten.
Nach Tunesien ging es im Februar auch noch. Lange Schlafen, Tischtennis, Billard, essen, lesen, Spaziergänge und Quad fahren standen in dieser Woche auf dem Programm. Nach unserer Rückkehr besuchte uns endlich mal meine Cousine mit Familie in Berlin. War zwar kurz aber schön.
Ehe man sich versah, war es März. Letztes Wochenende ging es nach Bukarest. Mit Rumänien haben wir wieder ein Land bereist, welches nun mit erledigt auf unserer Liste „Länder Europas“ gekennzeichnet werden kann.
Wie bereits anfangs berichtet, bin ich gerade mit der deutschen Bahn unterwegs. Warum? Ich bin mal eben gestern mittag nach der Arbeit fünf Stunden mit dem Zug nach Krefeld zur Geburtstagsparty von meinem besten Kumpel Roland gefahren und bin jetzt nicht einmal 24 Stunden später auf dem Weg zurück in die Hauptstadt. Heute Abend bekommen wir dann noch Freund Matthias zu Besuch, der morgen beim Inline Halbmarathon starten wird. Der Start ist ja quasi vor unserer Haustür und so bietet sich das ja an. Und ich? Ja, zugegeben, ich bin für den Halbmarathon auch gemeldet - also als Läuferin, auf Inlinern würde ich es nicht mal über die Startlinie unbeschadet schaffen - aber mich wird man morgen nur als Zuschauerin erleben. Unlust zum Training ist wohl das richtige Wort für die Nichtteilnahme. Übrigens schaffte es in diesem Jahr schon zwei Mal auf´s Rad. Einmal habe ich so eben überlebt und bei der zweiten Einheit, hatte ich schon überlegt, ob ich wieder eine Lizenz beantrage. Kleiner Scherz.
So und da die ersten vielleicht schon beim Lesen eingeschlafen sind, beende ich hier mal meine Ausführungen. Ich melde mich dann wieder, wenn es die Zeit erlaubt und es neues gibt.
Und falls ihr mal den ein oder anderen Euro übrig habt. Hier ist dieser gut angelegt.
http://kinderprojekt-arche.eu/standorte/berlin-friedrichshain
Vorab lieben Dank.
Bis dahin passt gut auf euch auf.
Eure Lilli
Freitag, 25. Oktober 2013
Buon giorno aus Italien
Ruhig ging es im Juli zu. In der alten Försterei sind elf Unioner und elf Schotten freundschaftlich, im Rahmen der Eröffnung der neuen Haupttribüne, einem Ball hinterhergelaufen und ick war mit meinem Lieblings Unioner dabei.
Bei brütender Hitze entführte ich drei Hauptstadtmädels in den Spreewald. Zwei von Ihnen waren noch nie hier. Kaum zu glauben. Mit den Rädern ging es von Burg nach Dissen, dort gab es Geschichte im Heimatmuseum für die Ohren. Auf dem Rückweg noch ein Picknick im Grünen, ein kurzes Bad in der Spree und zum Glück am Ende noch den letzten Kahn für eine kleine Tour erwischt.
Ein paar Tage später lösten mein Cousin Martin und Freundin ihr Weihnachtsgeschenk ein. Die Toten Hosen waren in Berlin. Andy zeigte den beiden im Schnelldurchlauf ein wenig die Hauptstadt und ich begleitete die beiden am Abend zum ehemaligen Tempelhofer Flughafen. Wirklich schönes Konzert.
Sportlich ging es eine Woche später weiter. Beachvolleyballturnier. B & O, die für unser Unternehmen tätig ist, hatte geladen. Zunächst gingen alle Spiele in die Hose, wir haben gekämpft, aber am Ende leider immer verloren. Im letzten Spiel mobilisierten wir noch einmal alle Kräfte und schafften das schier unglaubliche. Wir gewannen. So beendeten wir das Turnier auf einem respektablen fünften Platz der sechs teilnehmenden Teams. Am folgenden Samstag radelte ich nach Ahrensfelde zur Kids-Tour. Diese Events nutze ich um mal wieder bei den NRW Leuten "Hallo" zu sagen. Und da ich das Gefühl habe, dass diese nicht abgeneigt sind, werde ich sie auch in der Zukunft, das ein oder andere Mal mit meiner Anwesenheit beglücken. Am Abend hatte ich noch ein weiteres Date. Mein Radl- und Wanderfreundin Karin aus Bochum war mit ihrem Freund ein paar Tage in Berlin. Wir schleiften sie zu unserem Italiener des Vertrauens und hatten ein wirklich tollen Abend. Der Gegenbesuch ist für den Dezember terminiert. Da spielt nämlich Union in Bochum.
Tim geht in die Schule. So richtig wahrhaben wollte das die Mama wohl am wenigstens. Aber da muss sie jetzt durch. Wir hatten mal wieder Familienparty in Sachsen auf dem Plan und die Flasche Ramazotti haben meine Augen spät aber Gott sei Dank nicht zu spät, auch entdeckt. Die Anreise aus Berlin dauerte jedoch diesmal etwas länger. Lilli wollte unbedingt zu den Cottbuser Nächten auf die Cottbuser Radrennbahn. Was Ebi Pöschke da wieder auf die Beine gestellt hat. Okay er nicht alleine, aber trotzdem. Chapeau vor diesem Herrn.
Zum ISTAF ins Olympiastadion wollte ich schon immer. Dieses Jahr klappte es nun. Freundin Jacqui war mal wieder als Volontärin dabei. Nun gut, wenn man Hummeln im Hintern hat, ne?! :-) Robert Harting lieferte eine tolle Show und auch die Kugelstoßer, Weitspringer und Läufer begeisterten.
Eine Woche später war ich wieder an der Reihe. Zehn Kilometer quer durch den Tierpark. Eine fünf Kilometer Runde und anschließend zwei Runden á 2,5 Kilometer. Bei mir ging an dem Tag nix. Andy erzählte später, ich sah nach der großen Runde wie der Tod auf Latschen aus. Gut, dass im Ziel keine Schippe rumlag, ich hätte mich eingebuddelt. 1:05:10 h. Himmel. Die süß sauren Eier danach bei Schwiegermuttern hatte ich mir eigentlich nicht verdient.
Die sturmfreie Bude meiner Eltern nutzte ich am letzten Septemberwochenende. Auf der Radrennbahn in der Lausitz war die Herbstsichtung des Bund deutscher Radfahrer und wie es sich gehört, fuhr ich dahin mit dem Rad. Papa machte mir vor seinem Urlaub sein bestes Stück fertig. Ein altes Diamantrad mit Gesundheitslenker und ohne Schaltung. Ähhhm. Wie jetzt die Tangente am Energiestadion hochkommen? Hallo? Mit viel Willenskraft meisterte ich auch das und schob im NRW Bereich, die Kids von der Bank, setzte mich und versuchte wieder den Puls unter Kontrolle zu bekommen. Zwei Tage war ich wieder mittendrin im Geschehen, packte Samstag Abend meine sieben Sachen und fuhr zurück nach Berlin - mit dem Zug wohlgemerkt. Am Sonntag feuerte ich dann mit Kollegin und Freundin Peggy die verrückten Leute an, die 42 Kilometer durch Berlin liefen. Nee, das wird mir nie passieren, dann doch lieber mit Papa´s Rad 42 Mal die Tangente hoch.
Jetzt war schon wieder die Zeit des Münsterlandgiros. Meine Hilfe war auch in diesem Jahr gefragt. So machte ich mich am 1. Oktober mittags auf den Weg zunächst nach Düsseldorf. Ich kam ganz gut durch bis ich die City erreichte. Ist ja schlimmer wie in Berlin. So kam es, dass ich meine alte Wirkungsstätte erreichte, als die meisten in den Feierabend gingen. Kurz noch ein Schwätzchen mit meinem alten Teamleiter und die Erkenntnis: Alles richtig gemacht vor zwei Jahren und die Zelte abgebrochen. Mit Steffi und Anne ging es dann zum Abendessen. Hier über Gott und die Welt geplaudert und zu später Stunde fuhr ich weiter nach Münster. Ruhig schlafen - Fehlanzeige. Ich entdeckte einen Fehler in meiner Startliste und so machte ich mir die halbe Nacht Gedanken, wie das Problem zu lösen ist und ärgerte mich über meine Schussligkeit. Am nächsten Morgen joggte ich mir zunächst den Kopf frei, frühstückte ausgiebig und fuhr dann zur Permanence. Hier traf ich u. a. meinen alten Trainer Achim Schmiedel, der ja mittlerweile solchen Leuten wie Tony Martin die Muskeln lockert und wechselte ein paar Worte. Dann ging es auch schon los. Die Teamleiter meldeten ihre Mannschaften an, ich hatte soweit alles administrativ im Griff und auch mein Startlistenproblem wurde am Ende gelöst. Vor dem Abendessen noch kurz am Schlossplatz vorbei, meinen Arbeitsplatz für morgen gecheckt und ab ins Hotel. Zu spät war ich im Bett und zu früh wieder auf den Beinen. Der Tag begann recht entspannt, wurde zum Ende stressiger, aber alles in allem war es angenehmer wie 2012. Eine wichtige Rolle spielte hier auch das Wetter. Es regnete nicht, die Sonne schien und dadurch waren alle lockerer drauf. Auch die Suche nach einem zweiten Siegerehrungsmädel für das Profirennen war noch erfolgreich. Was ich beeindruckend finde, ist, dass viele der Helfer und Helferinnen inzwischen ihren Wohnort wechselten - in Freiburg, München und sonst wo ihre Zelte aufgeschlagen haben, doch alle kommen sie am 3. Oktober nach Münster und packen weiterhin Jahr für Jahr mit an. Nach einem langen Tag ging es noch zurück nach Hause. Dabei habe ich es nicht versäumt die Braunschweiger noch finanziell zu unterstützen. Mal schauen, wie viel auf der Spendenquittung steht, wenn sie mich vom Ordnungsamt erreicht.
Das ich die Zeit vom Tierparklauf nicht so stehen lassen konnte war klar und so entschied ich mich kurzfristig, die Asics Grand 10 zu laufen. Start war am Schloss Charlottenburg, weiter ging es zur Siegessäule, durch den Zoo zurück zum Schloss. Gerne hätte ich die Stundenmarke geknackt. Am Ende fehlten 31 Sekunden. Eindeutig Kopfsache. Bis km 8 war ich in der Zeit, doch dann ließ ich nach - im Glauben es auch so zu schaffen. Also muss ein nächster Zehner her. Die 1 vorne muss weg.
Nun war erstmal Urlaub. Easyjet brachte uns in die Toskana, genauer gesagt nach Pisa. Hier war ich als Teeni das letzte Mal, als wir im Rahmen eines Trainingslager in Cesenatico einen Tagesausflug in die Stadt des schiefen Turms unternahmen. Mit dem Auto ging unsere Reise weiter in die Nähe von Florenz. Wir hatten auf Salvadonica gebucht. Was für ein Gelände mit eigenem Weinberg und wahnsinnig weitläufig. Die Aussicht in die toskanische Landschaft - ein Traum. Meine Canon kam teilweise überhaupt nicht zur Ruhe. Nach zwei Tagen auf dem Landgut verschlug es uns nach Florenz. Hier wurden meine Nerven auf die Probe gestellt. Auto fahren ist hier nicht ohne trotz Sicherheit im Hinterkopf, dass wir Vollkasko haben. Zwei Tage später war Siena an der Reihe. Viel, viel angenehmer als Florenz und auch ansehnlicher. Nicht das Florenz nichts her macht, aber Siena ist schon schicker. Den letzten Tag genießen wir noch einmal bei angenehmen Temperaturen und Sonne auf der Terrasse, beobachten ein letztes Mal hier den Sonnenuntergang, schlürfen ein letztes Mal Capovolto Colli Toscana Centrale 2008 und sagen Grazie. Das einzige Manko, was es hier zu beklagen gab, war das Essen. Das Frühstück war lecker, aber alles andere, egal wo wir aßen, hat uns nicht überzeugt. Morgen gibt es ja wieder Essen aus dem heimischen Ofen. Also alles gut.
Bevor es dann ab Montag im Büro in den Jahresendspurt geht, wühle ich mich am Sonntag noch ein wenig durch den Matsch. Die Cross Challenge wird sicherlich richtig lustig. Davon jedoch mehr beim nächsten Mal.
bis bald
eure Lilli
Sonntag, 7. Juli 2013
Mein Leben ist alles andere als langweilig
Freitag, 29. März 2013
Happy Easter
Neben dem Wetter hat mich auch zwei Mal meine Gesundheit daran gehindert mich ordentlich auf den nächste Woche anstehenden Halbmarathon vorzubereiten. Da hat es mich doch glatt dieses Jahr gleich doppelt aus den Schuhen gehoben. Fieber, Gliederschmerzen vom allerfeinsten. Nun bin ich aber wieder fit und voller Tatendrang. Und dies auch dank Kollegin und Freundin Peggy, die mir das ein oder andere Mal in den A.... tritt. :-) Im Fitnesscenter bin ich nun auch angemeldet, habe hier auch schon einen Muskelkater davongetragen, aber von nix kommt ja bekanntlich nix. Drei Stunden Karenzzeit müssten aber beim 21 km Lauf machbar sein und so gehe ich optimistisch ins Rennen. Mal schauen vielleicht kann ich ja meinen Bruder hinter mir lassen.
Nun aber noch kurz einen Rückblick zu den letzten drei Monaten. Der dritte Silvestertrip an die polnische Ostsee war wieder einmal grandios. Was für eine Truppe. Spaß ohne Ende.
Das Sechstage Rennen fiel für mich wegen Krankheit aus, hatte ich mir doch vorher noch auf dem Ergometer die Lunge aus Hals geradelt um Freikarten zu bekommen. Auf ein neues in 2014.
Meine Reise nach St. Petersburg war cool. Zwischendurch dachte ich mein Kopf platzt, bei all den Informationen, die uns Sergej über die Geschichte der Stadt einflöste. Das so eine Reise mit vier Mädels nicht reibungslos läuft ist wohl allen klar. Da versucht die eine die Truppe vom falschen Bus zu überzeugen - aaaaah ich und Bus, da war doch mal was in Canada fällt mir eben beim tippen hier ein -, da hat die andere Flugangst, doch wir sind als Quartett los und gesund und munter als Quartett wieder in der Hauptstadt gelandet.
Ein paar Tage später war ich schon wieder unterwegs. Weg aus dem Winter, rein in den Sommer. Okay ganz so war es nicht, aber mit 18 Grad im Schnitt sehr angenehm. Tunesien war unser Ziel. Für Andy Urlaubsziel zum Fünften, für mich Premiere. Ausruhen und Akku für die nächsten Wochen auftanken. Das waren die gesteckten Ziele. Unser traumhaftes Zimmer mit Meerblick und wie schon erwähnt das Wetter halfen uns dabei. Lange Spaziergänge, Kamel reiten und Quad fahren rundeten die Zeit bestens ab.
Mitte März hatte ich dann die Kollegen zum Raclette geladen. War ne runde Sache denke ich. Alle sind satt geworden und Mundwinkel die nach unten gingen, habe ich auch nicht entdeckt. Letzten Sonntag war ich dann beim Champions League Spiel der Füchse gegen Athletico Madrid. Schade, schade. Es war sooooooo knapp.
Nun geht es holter die polter im April weiter. Nach meinem sportlichen Höhepunkt nächste Woche, geht es vier Tage später mit der Firma nach London. Vier Tage Betriebsausflug mit Begleitperson. Noch Fragen? Weiter geht es eine Woche später nach Madrid. Städtereise mit Rammstein Konzert. Mal schauen wie mir die Musik bekommt. Das ist jedoch im April nicht alles. Wieder zurück heißt es vier Tage Geld verdienen und ab in den Süden - auf nach Kroatien. Diesmal für beide Premiere.
Der Wonnemonat wird dann etwas ruhiger und spätestens dann gibt es hier auch wieder was zu lesen. Einige von euch haben die Ehre schon eher, da sie ja von meinen Reisezielen wieder Postkarten erhalten werden.
Also bis dahin. Passt gut auf euch auf und bleibt gesund.
die Lilli
Dienstag, 18. Dezember 2012
Merry Christmas
Es war ein aufregendes Jahr in vielerlei Hinsicht. Mit dem Umzug nach Berlin und der Aufnahme meines neuen Jobs habe ich alles richtig gemacht. Auch privat läuft alles seit Monaten bestens. Ich fühle mich wohl in Bärlin. Ich bin wieder näher an meiner Familie, an meinen alten Freunden und habe auch neue Freunde gefunden. Beim Fuß fassen in meinem neuen Arbeitsumfeld muss ich mich besonders bei Peggy und Monique bedanken. Die beiden haben es mir wirklich leicht gemacht mich einzuleben. Ja ich bin glücklich!!!
Zu den "Wessi´s" habe ich den Kontakt nicht abgebrochen. Manch einen Menschen vergisst man halt nicht. Kurz vorbeigeschaut habe ich im November bei den alten Kollegen und die Weihnachtskekse wurden auch in diesem Jahr nach Düsseldorf und Frankfurt/M. geliefert. Auf der Trainertagung in Duisburg habe ich meine Radspezis wiedergetroffen.
Dad´s 70. Birthday war klasse. Dank meiner Cousine haben wir kurzfristig noch ein kleines Programm auf die Beine gestellt und Pap´s war sehr happy. Unser Wellnesswochenende war okay. Thale ist sehr schön, aber Therme ist nicht so unser Ding.
Seit einigen Wochen bin ich außerdem Mitglied der Akelius Laufgruppe. Tapfer habe ich bisher nur einmal gekniffen. Sorry Björn. Die richtigen Laufsocken sind zwar noch nicht gefunden aber bis zum Halbmarathon im April bin ich fit und hoffe das nach 21 Kilometer noch nicht die 2 Stunden Marke auf der Digitalanzeige aufleuchtet.
Nun steht noch das Weihnachtssingen bei Union am Sonntag auf dem Plan, bevor ich Montag die Reise zur Familie antrete. Über Silvester geht es mit der Cottbuser Combo an die polnische Ostsee und dann erwarte ich das Jahr 2013 - mit viel Spaß und viel Spannung.
So dann wünsche ich euch Frohe Weihnachten und nen Juten Rutsch.
Passt gut auf euch auf.
Eure Lilli
Montag, 5. November 2012
Der Jahresendspurt....
Nach 2,5 Wochen arbeiten ging es mit meiner besseren Hälfte nach Schweden. Da wo wir bereits im Mai eine Woche verweilten, luden wir den Akku wieder auf. Wie gut mal sieben Tage nix tun sein können. Jetzt heißt es durchhalten bis Weihnachten, denn nicht nur mein Schreibtisch ist rappelvoll auch die Wochenende haben wir meist volles Programm.
So waren wir am gleichen Abend unserer Rückkehr aus Skandinavien beim Wildschweinessen meiner Kollegin und Freundin Peggy. Am nächsten Morgen war brunchen mit Ex-Kollegin und Freundin Anne mit Mann angesagt. Sie verbrachten das Wochenende in Berlin und erhielten Unterschlupf in meinen vier Wänden. Eine Woche später stand Besuch aus Bremerhaven, Frankfurt und Krefeld vor der Tür. Big friend Roland mit Familie vermissten mich :-) und hatten außerdem ein Date mit Udo. Nach einem ruhigen letzten Oktoberwochenende war ein paar Tage später Geburtstagsparty angesagt und gestern schaffte ich es auch endlich mal wieder in die Sportklamotten. Auf dem Berliner Oktoberfest hatte ich einem Start beim Berliner Halbmarathon 2013 zugesagt und um das Zeitlimit zu schaffen, muss ich wohl oder übel was dafür tun.
Kommendes Wochenende heißt es wieder feiern, dann geht es nach NRW zur Trainertagung und dann ist Dad´s großer Tag. 70 Jahre hat er dann auf dem Buckel. Schafft nicht jeder und deshalb muss das groß gefeiert werden. Vor Weihnachten gönnen wir uns auch noch ein Wellnesswochenende im Bodetal.
Auch 2013 wird nicht langweilig. Gebucht ist bereits eine viertägige Reise nach Russland mit drei Kollegen. Da bin ich ja mal gespannt was wir alles erleben werden. Das wird garantiert spaßig.
So dann kommt gut durch die kalte Jahreszeit und bleibt gesund.
Eure Lilli
Mittwoch, 19. September 2012
Back in Bärlin
Die letzten Tage waren noch mal richtig aufregend. Nachdem die Fähre in Port Hardy angelegt hatte, schmuggelte ich mich in den Shuttle Bus zum Airport Inn Motel. Dem Namen nach muss das Motel ja in der Nähe des Flughafens liegen. Dem war auch so. Den letzten Kilometer schlenderte ich kurz nach 23.00 Uhr eigenständig Richtung Abflughalle. Anders als im Internet war diese aber nicht 24 h täglich geöffnet sondern von 06.30 Uhr bis 20.30 Uhr. Was nun? Ich wollte hier doch auf der Bank übernachten. Und wie 06.30 Uhr? Der Flieger nach Vancouver geht doch um 06.45 Uhr?! Naja die werden schon wissen was sie tun. Also watschelte ich zum Motel zurück, nahm mir ein Zimmer für 111 Dollar. Was kostet die Welt?
Der Flughafen öffnete tatsächlich um 06.30 Uhr und auch der Flieger ging pünktlich um 06.45 Uhr. Es waren ja nur 13 Passagiere in der 19 fassenden Propellermaschine. Einsteigen musste man hier in gebückter Haltung. Gut das ich kein Problem mit dem Fliegen habe. In Vancouver angekommen, holte ich den Mietwagen ab und machte mich auf den Weg Richtung Kamloops. Dort war die Wiedersehensfreude beiderseits riesengroß. Das Schwein drehte am Grill schon seine Runden, doch ich genehmigte mir erstmal ein Stück Pflaumenkuchen von Hanny und ne Quasselrunde. Beim Abendessen waren meine Augen größer als mein Magen. Sah aber auch alles leeeecker aus. Circa 200 Leute verbrachten einen netten Samstag und um 0.15 Uhr fiel ich ins Bett. Am nächsten Morgen noch mit den auf der Farm übernachteten Leuten gefrühstückt, anschließend bin ich zur Shoppingtour in die City und dann wieder nach Vancouver. Auto abgeben und ab ins Hostel und Mitternacht ins Bett.
Den letzten Tag schlenderte ich noch nach Downtown Vancouver, kämpfte mit einer Erkältung und erlebte noch hautnah Action wie ich sie bis dato nur aus dem Film kannte. Am Ende klickten die Handschellen und die Welt war wieder ein wenig sicherer. hi, hi.
Mit nem dicken Schnupfen und Halsweh trat ich die Heimreise gen Bärlin an. Zunächst etwas über drei Stunden nach Minneapolis, dann weiter nach Amsterdam und dann konnte Schnuckel seine Hexe wieder in den Arm nehmen. Jetzt heißt es 2,5 Wochen rackern und dann ruft auch schon Schweden. Aber da wird nur gechillt - eine Woche lang.
bis dahin
eure Lilli
Samstag, 15. September 2012
Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen
Mittwoch, 12. September 2012
The never ending story
Nach dem Einchecken ging es zur Besichtigungstour. Ich lief ne kleine Runde durch die den Prince Island Park und erkundete Downtown. Am nächsten Morgen kümmerte ich mich als erstes um mein Busticket nach Jasper. Man weiß ja nie. Nachher ist der Bus ausgebucht und ich verpasse in Jasper meinen Zug. Noch ein wenig durch die Stadt geschlendert und dann meinen Mietwagen für die nächsten zwei Tage. Ich hatte nen Kleinwagen reserviert. Bekommen habe ich einen coolen Dodge.
Montag ging es dann in den knapp 300 Kilometer entfernten Waterton National Park. Im letzten Jahr hatten mir diesen Nationalpark ein älteres Ehepaar aus dem Osten Kanada, die mein Bruder und ich in Whistler trafen, empfohlen. Dies war auch Punkt zwei auf meiner To Do Liste. Auch Pat, der Kanadier wo ich die ersten Tage zu Gast war, sprach von dem wunderschönsten Platz in Kanada. Ich war richtig stolz auf mich. Nicht einmal verfahren, aber Calgary und Umgebung ist auch übersichtlicher als Vancouver und schwups war ich da. Zunächst war das Wetter noch okay und so fuhr ich als erstes zum Cameron Lake, absolvierte da den Cameron Lake Trail und dann öffnete der Himmel seine Pforten. Ich wollte ursprünglich noch den Bears Hump laufen, doch bei Hagel verging mir die Lust. So fuhr ich noch zum Red Rock Canyon, wo das Wetter etwas besser war, lief da noch ne Runde und jaaaaaa ich sah auf dem Rückweg kurz vor dem Parkausgang einen Schwarzbären. Trotz des Wetters fand ich den Park wirklich grandios. Zum Sonnenuntergang war ich wieder in Calgary und machte mich noch schnell auf den Weg zum Calgary Tower. Hier wollte ich auch noch hoch und die Stadt im Dunkeln von oben sehen.
Eigentlich war am heutigen Dienstag noch ein Ausflug nach Lake Louise geplant. Ich war morgens um 6.30 Uhr jedoch so müde, dass ich beschloss meinen Plan zu ändern, auszuschlafen und dann nur noch in den Olympic Park zu fahren. Die nächsten Tage werde ich eh nur wenige Stunden zur Nachtruhe finden und so konnte ich in aller Ruhe das Auto am Mittag zurückgeben und mich auf den Weg zum Busdepot machen. Hier sitze ich nun, schreibe diese paar Zeilen und warte auf die Abfahrt. Zunächst geht es Richtung Red Deer und Edmonton. Hier wechsele ich den Bus und gegen 4:00 Uhr morgens erreiche ich Jasper. Um 12:45 Uhr fährt dann mein Zug nach Prince Rupert. Von da aus, hoffe ich mich wieder melden zu können.
bis dahin
eure Lilli
Sonntag, 9. September 2012
Swimming in the Lake Winnipeg
Auch der zweite Tag stand im Zeichen des Sports. Mit einer Radtour der extremen Sorte - man kann es schon Cross bezeichnen - erkundeten wir die Gegend. Eigentlich war am frühen Abend noch eine Kajaktour geplant, diese fiel aber aufgrund des Wetters aus. War aber auch kein To Do Punkt also nicht so schlimm und wird andermal nachgeholt. Zum Abendessen gab es Schnitzel. Diesmal waren Claudia und ich mit dem kochen dran. Also ich muss schon sagen, dass ich die Kartoffeln wirklich gut geschält und auch in der Pfanne nicht anbraten lassen habe. hi, hi.
Frühstücken, Zimmer putzen und ab nach Winnipeg. An dieser Stelle noch einmal ein herzliches "Thank you" an Julie und Pat für kostenlose Kost und Logis an diesen Tagen. Sightseeing Tour war angesagt. Zum in vielen Travelbüchern als unbedingtes Muss bezeichneten "Forks Market" ging es als erstes. So leid es mir tut, aber dieser Ort ist vielleicht maximal einen von fünf Sternen wert. Ich weiß nicht, was an dieser "Shopping Mall" besonderes sein sollte. Nicht mal schöne Postkarten gab es hier. Nach einem kleinen Fussmarsch am Red River ging es zum Exchange District und nach Downtown. Am Ende kam bei uns beiden noch einmal das Kind durch. Wir spielten im Dollarama zum Leidwesen der Angestellten Karneval. Fotos gibt es bei facebook oder bei google. Das wir im Hostel heil ins Bett gekommen sind ist wohl eher ein Glücksfall gewesen. Da krachte zum einen die Gardinenstange runter und zum anderen kurze Zeit später die Leiter zum Oberbett. Es war also recht unterhaltsam vor meiner Abreise nach Calgary.
Ich wechsle also den Bundesstaat. Nach Manitoba ist Alberta dran. Was mir da widerfährt oder ob es eher langweilig wird, erfahrt ihr in ein paar Tagen hier.
bis dahin
eure Lilli
Mittwoch, 5. September 2012
Canada is calling me
Samstag, 10. März 2012
Alles Jut in Bärlin
Mittwoch, 18. Januar 2012
Back to the roots
Freitag, 16. Dezember 2011
Time to say GOODBYE and THANK YOU

Meine Zeit in Kanada geht zu Ende und irgendwie spielen meine Gefühle Achterbahn. Auf der einen Seite freue ich mich auf meine Familie, auf meine Freunde und auf Weihnachten, auf der anderen Seite werde ich diese Zeit hier am anderen Ende der Welt vermissen.
Ich bin vier Monate durch ein Land gereist, was ich im vergangenen Jahr lieben gelernt habe. Keine Minute habe ich meine Entscheidung meinen Job aufzugeben und einfach mal an mich zu denken, bereut. Ich glaube, alle die meinen Trip ein wenig verfolgt haben, werden das gemerkt haben. Oft musste ich mich kneifen um zu realisieren, dass ich das alles nicht träume. Und ja, das ein oder andere Mal liefen auch einfach so Tränen über die Wangen. Tränen des Glücks und der Dankbarkeit. Dankbarkeit vor allem meiner Familie gegenüber. Klar habe ich das hier alles selber organisiert und gemanagt, ich bin ja auch schon groß, aber ohne die richtige Einstellung zum Leben, hätte ich vielleicht nicht das nötige Kleingeld auf meinem Konto gehabt, um das hier zu finanzieren. Und diese Einstellung hat mich meine Familie gelehrt.
Ich habe verrückte Typen getroffen, aber auch Menschen, die meine Reise so unvergesslich machen. Wäre ich ohne Susann, geborene Ossiline und nun in Frankfurt zu Hause und dem Schweizer Madel Steffi den Kings Thron hochgelaufen, wo ich mir vor Angst fast in die Hose gemacht habe? Hätte ich es ohne den Aussie Rob bis Alaska geschafft? Hätte ich die Northern Lights, die ATV Tour mit den Hundeschlitten oder die Wildlife Tour ohne die Jungs von Northern Tales so genossen? Hätte ich ohne Claudia aus München / Mannheim oder Anton aus Rotterdam, den ich nicht überreden konnte, Ajax Fan zu sein, die Aussicht vom Mount Edith Carvell so genießen zu können, ohne Ansgar aus Gießen, Melanie aus Frankreich, Lukas aus Tübingen, Marcio und Danielle aus Brasilien und den in München lebenden Franzosen Loic so angenehme Stunden in Jasper erlebt? Nicht zu vergessen die Thistle Farm in Kamloops. Oh man, ich hätte was im Leben verpasst, wenn ich da nicht gewesen wäre. Debbie, Dieter, Ryan, Hanny, Werner, Carol, Pat, Bran, Angela, Laura und und und. Und was wäre gewesen, wenn mein Bruder nicht zu Besuch gekommen wäre? Hätte ich im Luxus B&B Cedar Springs Lodge in Whistler bei Jackie und Jörn eingecheckt und nach dem Frühstück jeden Tag das Gefühl gehabt, drei Kilo zugenommen zu haben und die coole Ziptrek Tour gemacht? Wäre ich noch einmal in den Yukon zurückkehrt und hätte Jocelyne mit ihrer bezaubernden Tochter kennengelernt und einen Hundeschlitten im Tiefschnee bewegt? Hätte ich jemals festgestellt, dass Weißwein genau so lecker schmecken kann wie Rotwein, wenn ich nicht bei Großfamilie Stohler auf der Summer Gate Winery gewesen wäre? Hätte ich jemals so leckeres Butter Turkey gegessen, wie von French Man Stephean in Penticton oder hätte ich mir auf die letzten Tage noch den Lighthouse Park in Vancouver angesehen ohne den Tipp von Melvin aus Großbritanien? Wohl kaum. Thanks Guys for the fun, the laugh and the support.
Oft habe ich mir gewünscht, dass das was ich hier erlebe und erfahre auch der ein oder andere zu Hause könnte. Geteiltes Glück ist ja bekanntlich doppeltes Glück. Ich bin mir mehr als bewusst, dass nicht alle Menschen die Möglichkeit haben ihre Träume zu leben obwohl sie es so sehr verdient hätten. Anderen, die es könnten, kann ich nur raten, macht es!!! Es gibt ja nur das eine Leben und sagt nicht später mal. Wer weiß schon was morgen ist.
Wie es mit mir weitergeht in den nächsten Wochen, weiß ich noch nicht wirklich. Fest steht, Kanada wird mich Wiedersehen. Wann und wie das wird sich zeigen. Ich hab ja da noch meine To Do Liste zum abarbeiten. :-)
Also Leute ich wünsch euch Merry Christmas and a Happy New Year. Passt auf euch auf, wo immer ihr seid.
bis bald
eure Lilli
