Mittwoch, 13. Januar 2016

Wieder da

Hallo da draußen,

ich bin wieder da. Nach knapp zwei Jahren Abstinenz wird es in Zukunft wieder die ein oder andere Geschichte aus meinem Leben geben. *Applaus*

Was ich in den letzten Jahren getrieben habe? Ich habe diverse Länder bereist. Neben dem jährlichen Trip nach Kroatien, sind Länder wie Albanien, Bulgarien, Schweiz, Österreich, Belgien, Luxemburg, Liechtenstein, Frankreich, die Niederlande und Norwegen in den Genuss von mir gekommen. Zwischendurch war ich hin und wieder auch arbeiten. Die Reisen müssen ja finanziert werden.

Sportlich bin ich mega faul geworden. Passiv bin ich noch ganz vorn mit dabei, aktiv gehöre ich wohl  zu den Letzten. Aber das soll sich im Laufe des Jahres ändern. Ich bin da ganz positiv gestimmt. Zumal ich mich schon für den 10 km Airport Run Anfang April angemeldet habe.

Bis auf das ein oder andere Zipperlein bin ich auch gesund durchgekommen. Das Duell "Wer ist der Stärkere" mit der LED Wand beim Münsterlandgiro habe ich zwar verloren, aber so ein Schlag auf den Hinterkopp kann ab und an ja nicht schaden.

Das Jahr 2016 wartet mit vielen Abenteuern auf mich. Zunächst geht es nächste Woche für zwei Wochen nach Florida. Kein Urlaub. Harte Arbeit wartet da auf mich. Okay, okay. Das war bissl übertrieben. Wird wohl eher so ein Mittelding zwischen Pauken und Erholung. Andere werden für den Bambi, den Echo, den Grammy oder den Oscar nominiert, mich hat man zur Akelius University nominiert. Auch nicht schlecht, oder? Im Mai geht es ne Woche nach Stockholm und im Oktober ne Woche nach Zypern. In Zypern werde ich wohl ne Woche Urlaub noch dranhängen.

Von Ende April bis Anfang Juli habe ich mich noch zu einem dreimonatigen Studium angemeldet. So rosten meine Gehirnzellen in 2016 bestimmt nicht ein.

Neben Zypern ist urlaubstechnisch Kroatien bereits in Sack und Tüten und Litauen in Planung. Mit meinen Lieblingskollegen wollen wir noch ein paar Tage nach Prag.

Im Familienkreis stehen mehrere runde Geburtstage an. Das Feiern kommt also auch nicht zu kurz.

Und neben den ganzen Reisen, sportlichen Aktivitäten, dem Studium und den Feiern steht noch ein Großprojekt an - der Hausbau. Das hat schon eine Menge Nerven gekostet und wird es definitiv auch noch in der Zukunft. Aber wenn dann alles fertig ist, dann ist einmal mehr ein Traum wahr geworden. Ich freu mich riesig drauf.

Das ich das alles so erleben darf, habe ich auch meiner besseren Hälfte zu verdanken. Er hat mich das ein oder andere Mal schon vor einem Fehltritt bewahrt und ist nicht nur in guten Zeiten mein Anker. Danke dafür.

Dann mach ich hier erstmal Schluss und melde mich wieder.

Passt gut auf euch auf.

Eure Lilli

Samstag, 29. März 2014

Live your life on the top

Zeit ist es mal wieder für ein kleines Update. Nicht, dass hier irgendwer glaubt, Lilli´s Leben spielt sich nur noch auf der Couch ab. Ganz so ist es noch nicht. Die ICE Fahrt von Duisburg nach Berlin gibt mir die Zeit, mal wieder aus meinem Leben zu berichten.

Nach der Rückkehr aus meinem Toskana Urlaub wurde ich gleich am 1. Arbeitstag überrascht. Ob ich denn nicht Lust hätte für die Firmenweihnachtsfeier etwas vorzubereiten. Und da mir bei so etwas „nein“ sagen schwer fällt, bin ich darauf eingegangen. Unsere Firma wächst und wächst und damit sich auch jeder schon mal gesehen oder den Namen des anderen gehört hat, war es mein Job, die Leute aus dem kaufmännischen Bereich in einer Präsentation vorzustellen. 08/15 ist auch nicht so mein Ding und so waren zwei Wochenenden für dieses Projekt am Ende drauf gegangen. Zu jedem Gesicht - 24 waren das glaube ich - gab es ein kleines Gedicht. Dieses enthielt die Jobbeschreibung und entweder ein Hobby oder Wesensmerkmal. Das ganze kam am Ende gut an - ich hatte jedenfalls das Gefühl. Demzufolge Auftrag erledigt. Haken dran.


Am 1. Adventswochenende haben wir dann meine Eltern zu uns eingeladen. Am Freitag ging es zu den Eisbären in die O2 World. War ein cooles Erlebnis. Mein Daddy ging voll mit. Samstag morgen schlenderten wir dann sechs Stunden durch Berlin und über diverse Weihnachtsmärkte. Als die Männer dann schlapp machten und auch die Sportschau begann, gönnten meine Ma und ich uns noch den Kinofilm „Frau Ella“. Zur Weihnachtsshow in den Friedrichstadtpalast ging es dann noch am Sonntag. 


Das Weihnachtssingen bei Union fiel in diesem Jahr für uns flach. Andy konnte nicht eher Feierabend machen und so war es zeitlich für uns nicht machbar. Jut, war dann für Union dadurch nicht so ein großer Erfolg, was die Stimmen anbelangt, aber im nächsten Jahr sind wir hoffentlich wieder dabei.


Heiligabend ging es dann morgens für mich gen Sachsen zur Verwandtschaft. Hier wartete, wie seit Jahrzehnten am Kornmarktcenter in Bautzen mein Bruder auf mich und anders als üblich, war ich diejenige, die irgendwann die Nase vom shoppen voll hatte. Ab 15 Uhr ging es dann mit der Bescherung unserer großen Familie los. Für jeden war etwas dabei. 


10 Uhr Start zum traditionellen 1. Weihnachtsfeiertag Lauf. Ganz schön windig und gemacht habe ich ja auch nix in den letzten Wochen. Meinen Bruder und meinen Onkel hatte ich aber noch im Griff. 


Einen Tag später ging es noch zu Tante´s Geburtstag und am 27. gen Cottbus. Hier noch kurz mit ein paar Mädels im Da Capo zum Eis schlecken getroffen und dann nichts wie los nach Berlin zu meiner besseren Hälfte. 


Am 29. ging es dann schon wieder auf Silvesterreise. Diese Reise ist der Hammer. Das fünfte Mal fand diese nun schon statt und jedes Jahr möchte man die Zeit anhalten. Also auch hier noch mal ein großes fettes Danke an Jacqui, die dieses Erlebnis Jahr für Jahr organisiert. Übrigens habe ich dieses Jahr hier das Boule spielen für mich entdeckt. Am zweiten Tag des neuen Jahres ging es dann zurück.


Und das neue Jahr ging gleich munter weiter. An zweiten Januarwochenende besuchte ich einen Fotokurs, das darauf folgende Wochenende verbrachte ich in NRW. Samstag morgen nach Stadtlohn zur Jahreshauptversammlung der Radsportjugend des Bezirkes Nordwestfalen, anschließend nach Düsseldorf zum Mädels Abend. 30 Minuten war ich zu spät und warum, weil ich mich in dieser Altbierstadt noch nie wirklich zurecht gefunden hatte und nun auch mein Handyakku den Geist aufgab, naja und die Leute halfen einem auch nicht wirklich weiter. Irgendwann kam ich dann doch an und verließ nach Mitternacht die Kneipe. Am nächsten Morgen absolvierte ich einen kleinen Run, fuhr dann zur Radrennbahn nach Büttgen. Hier kurz dem Nachwuchs zugeschaut und ab zurück nach Düsseldorf zum Brunch mit meinem ehemaligen Sportler Kim. Weiter ging es nach Bielefeld und Ex Kollegen Frank. Ein Spaziergang, ein Stück Kuchen, eine Tasse Café und vier Stunden später machte ich mich weiter auf den Weg zurück nach Berlin.


In der Woche erstrampelte ich zwei Eintrittskarten für die Sixdays, wo ich dann auch am Freitag zuschaute. Premiere. Und dann passierte mir was ganz blödes. Ich war zur sportlichen Leiter Ausbildung angemeldet und war felsenfest davon überzeugt, dass diese am Sonntag, dem 25.01.2014 stattfindet. Nur doof, dass der 25. bereits am Samstag war und mir das ganze auf dem Weg des Geschehens am Sonntag erst auffiel. Arrrrgh. Ich werde alt. 


Mein letztes Bowling Abenteuer war ja nicht so prickelnd und so hatte ich mit dieser Sportart noch eine Rechnung offen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten schlug ich mich wacker und war auf der Geburtstagsfeier von unserem Kumpel Ralf mit vorn dabei und vor allem verletzungsfrei.


Die nächsten zwei Wochen versuchte ich soviel wie möglich vor dem Fernseher zu hocken. Es war ja Olympia Zeit und auch wenn ich all die Dinge, die außen herum abliefen und immer noch ablaufen nicht akzeptiere und toleriere, war ich der Meinung, dass die Sportler dafür nicht bestraft werden sollten.


Nach Tunesien ging es im Februar auch noch. Lange Schlafen, Tischtennis, Billard, essen, lesen, Spaziergänge und Quad fahren standen in dieser Woche auf dem Programm. Nach unserer Rückkehr besuchte uns endlich mal meine Cousine mit Familie in Berlin. War zwar kurz aber schön.


Ehe man sich versah, war es März. Letztes Wochenende ging es nach Bukarest. Mit Rumänien haben wir wieder ein Land bereist, welches nun mit erledigt auf unserer Liste „Länder Europas“ gekennzeichnet werden kann.  


Wie bereits anfangs berichtet, bin ich gerade mit der deutschen Bahn unterwegs. Warum? Ich bin mal eben gestern mittag nach der Arbeit fünf Stunden mit dem Zug nach Krefeld zur Geburtstagsparty von meinem besten Kumpel Roland gefahren und bin jetzt nicht einmal 24 Stunden später auf dem Weg zurück in die Hauptstadt. Heute Abend bekommen wir dann noch Freund Matthias zu Besuch, der morgen beim Inline Halbmarathon starten wird. Der Start ist ja quasi vor unserer Haustür und so bietet sich das ja an. Und ich? Ja, zugegeben, ich bin für den Halbmarathon auch gemeldet - also als Läuferin, auf Inlinern würde ich es nicht mal über die Startlinie unbeschadet schaffen - aber mich wird man morgen nur als Zuschauerin erleben. Unlust zum Training ist wohl das richtige Wort für die Nichtteilnahme. Übrigens schaffte es in diesem Jahr schon zwei Mal auf´s Rad. Einmal habe ich so eben überlebt und bei der zweiten Einheit, hatte ich schon überlegt, ob ich wieder eine Lizenz beantrage. Kleiner Scherz.


So und da die ersten vielleicht schon beim Lesen eingeschlafen sind, beende ich hier mal meine Ausführungen. Ich melde mich dann wieder, wenn es die Zeit erlaubt und es neues gibt.


Und falls ihr mal den ein oder anderen Euro übrig habt. Hier ist dieser gut angelegt. 

http://kinderprojekt-arche.eu/standorte/berlin-friedrichshain

Vorab lieben Dank. 


Bis dahin passt gut auf euch auf.


Eure Lilli

Freitag, 25. Oktober 2013

Buon giorno aus Italien

Ja ich bin mal wieder im Urlaub. Nur kein Neid, bitte. Ist ja auch schon wieder fast vorbei und bei dem was zwischen den Urlauben alles auf meiner Agenda stand und auch danach noch steht, wird sicherlich jeder mitfühlen, dass da mal  Ruhe angesagt war. Meine Kollegin Monique gab mir auch kürzlich zu verstehen, dass ich, um es mal positiv auszudrücken, nicht mehr soooo jung bin.

Ruhig ging es im Juli zu. In der alten Försterei sind elf Unioner und elf Schotten freundschaftlich, im Rahmen der Eröffnung der neuen Haupttribüne, einem Ball hinterhergelaufen und ick war mit meinem Lieblings Unioner dabei.

Bei brütender Hitze entführte ich drei Hauptstadtmädels in den Spreewald. Zwei von Ihnen waren noch nie hier. Kaum zu glauben. Mit den Rädern ging es von Burg nach Dissen, dort gab es Geschichte im Heimatmuseum für die Ohren. Auf dem Rückweg noch ein Picknick im Grünen, ein kurzes Bad in der Spree und zum Glück am Ende noch den letzten Kahn für eine kleine Tour erwischt.

Ein paar Tage später lösten mein Cousin Martin und Freundin ihr Weihnachtsgeschenk ein. Die Toten Hosen waren in Berlin. Andy zeigte den beiden im Schnelldurchlauf ein wenig die Hauptstadt und ich begleitete die beiden am Abend zum ehemaligen Tempelhofer Flughafen. Wirklich schönes Konzert.

Sportlich ging es eine Woche später weiter. Beachvolleyballturnier. B & O, die für unser Unternehmen tätig ist, hatte geladen. Zunächst gingen alle Spiele in die Hose, wir haben gekämpft, aber am Ende leider immer verloren. Im letzten Spiel mobilisierten wir noch einmal alle Kräfte und schafften das schier unglaubliche. Wir gewannen. So beendeten wir das Turnier auf einem respektablen fünften Platz der sechs teilnehmenden Teams. Am folgenden Samstag radelte ich nach Ahrensfelde zur Kids-Tour. Diese Events nutze ich um mal wieder bei den NRW Leuten "Hallo" zu sagen. Und da ich das Gefühl habe, dass diese nicht abgeneigt sind, werde ich sie auch in der Zukunft, das ein oder andere Mal mit meiner Anwesenheit beglücken. Am Abend hatte ich noch ein weiteres Date. Mein Radl- und Wanderfreundin Karin aus Bochum war mit ihrem Freund ein paar Tage in Berlin. Wir schleiften sie zu unserem Italiener des Vertrauens und hatten ein wirklich tollen Abend. Der Gegenbesuch ist für den Dezember terminiert. Da spielt nämlich Union in Bochum.

Tim geht in die Schule. So richtig wahrhaben wollte das die Mama wohl am wenigstens. Aber da muss sie jetzt durch. Wir hatten mal wieder Familienparty in Sachsen auf dem Plan und die Flasche Ramazotti haben meine Augen spät aber Gott sei Dank nicht zu spät, auch entdeckt. Die Anreise aus Berlin dauerte jedoch diesmal etwas länger. Lilli wollte unbedingt zu den Cottbuser Nächten auf die Cottbuser Radrennbahn. Was Ebi Pöschke da wieder auf die Beine gestellt hat. Okay er nicht alleine, aber trotzdem. Chapeau vor diesem Herrn.

Zum ISTAF ins Olympiastadion wollte ich schon immer. Dieses Jahr klappte es nun. Freundin Jacqui war mal wieder als Volontärin dabei. Nun gut, wenn man Hummeln im Hintern hat, ne?! :-) Robert Harting lieferte eine tolle Show und auch die Kugelstoßer, Weitspringer und Läufer begeisterten.

Eine Woche später war ich wieder an der Reihe. Zehn Kilometer quer durch den Tierpark. Eine fünf Kilometer Runde und anschließend zwei Runden á 2,5 Kilometer. Bei mir ging an dem Tag nix. Andy erzählte später, ich sah nach der großen Runde wie der Tod auf Latschen aus. Gut, dass im Ziel keine Schippe rumlag, ich hätte mich eingebuddelt. 1:05:10 h. Himmel. Die süß sauren Eier danach bei Schwiegermuttern hatte ich mir eigentlich nicht verdient.

Die sturmfreie Bude meiner Eltern nutzte ich am letzten Septemberwochenende. Auf der Radrennbahn in der Lausitz war die Herbstsichtung des Bund deutscher Radfahrer und wie es sich gehört, fuhr ich dahin mit dem Rad. Papa machte mir vor seinem Urlaub sein bestes Stück fertig. Ein altes Diamantrad mit Gesundheitslenker und ohne Schaltung. Ähhhm. Wie jetzt die Tangente am Energiestadion hochkommen? Hallo? Mit viel Willenskraft meisterte ich auch das und schob im NRW Bereich, die Kids von der Bank, setzte mich und versuchte wieder den Puls unter Kontrolle zu bekommen. Zwei Tage war ich wieder mittendrin im Geschehen, packte Samstag Abend meine sieben Sachen und fuhr zurück nach Berlin - mit dem Zug wohlgemerkt. Am Sonntag feuerte ich dann mit Kollegin und Freundin Peggy die verrückten Leute an, die 42 Kilometer durch Berlin liefen. Nee, das wird mir nie passieren, dann doch lieber mit Papa´s Rad 42 Mal die Tangente hoch.

Jetzt war schon wieder die Zeit des Münsterlandgiros. Meine Hilfe war auch in diesem Jahr gefragt. So machte ich mich am 1. Oktober mittags auf den Weg zunächst nach Düsseldorf. Ich kam ganz gut durch bis ich die City erreichte. Ist ja schlimmer wie in Berlin. So kam es, dass ich meine alte Wirkungsstätte erreichte, als die meisten in den Feierabend gingen. Kurz noch ein Schwätzchen mit meinem alten Teamleiter und die Erkenntnis: Alles richtig gemacht vor zwei Jahren und die Zelte abgebrochen. Mit Steffi und Anne ging es dann zum Abendessen. Hier über Gott und die Welt geplaudert und zu später Stunde fuhr ich weiter nach Münster. Ruhig schlafen - Fehlanzeige. Ich entdeckte einen Fehler in meiner Startliste und so machte ich mir die halbe Nacht Gedanken, wie das Problem zu lösen ist und ärgerte mich über meine Schussligkeit. Am nächsten Morgen joggte ich mir zunächst den Kopf frei, frühstückte ausgiebig und fuhr dann zur Permanence. Hier traf ich u. a. meinen alten Trainer Achim Schmiedel, der ja mittlerweile solchen Leuten wie Tony Martin die Muskeln lockert und  wechselte ein paar Worte. Dann ging es auch schon los. Die Teamleiter meldeten ihre Mannschaften an, ich hatte soweit alles administrativ im Griff und auch mein Startlistenproblem wurde am Ende gelöst. Vor dem Abendessen noch kurz am Schlossplatz vorbei, meinen Arbeitsplatz für morgen gecheckt und ab ins Hotel. Zu spät war ich im Bett und zu früh wieder auf den Beinen. Der Tag begann recht entspannt, wurde zum Ende stressiger, aber alles in allem war es angenehmer wie 2012. Eine wichtige Rolle spielte hier auch das Wetter. Es regnete nicht, die Sonne schien und dadurch waren alle lockerer drauf. Auch die Suche nach einem zweiten Siegerehrungsmädel für das Profirennen war noch erfolgreich. Was ich beeindruckend finde, ist, dass viele der Helfer und Helferinnen inzwischen ihren Wohnort wechselten - in Freiburg, München und sonst wo ihre Zelte aufgeschlagen haben, doch alle kommen sie am 3. Oktober nach Münster und packen weiterhin Jahr für Jahr mit an. Nach einem langen Tag ging es noch zurück nach Hause. Dabei habe ich es nicht versäumt die Braunschweiger noch finanziell zu unterstützen. Mal schauen, wie viel auf der Spendenquittung steht, wenn sie mich vom Ordnungsamt erreicht.

Das ich die Zeit vom Tierparklauf nicht so stehen lassen konnte war klar und so entschied ich mich kurzfristig, die Asics Grand 10 zu laufen. Start war am Schloss Charlottenburg, weiter ging es zur Siegessäule, durch den Zoo zurück zum Schloss. Gerne hätte ich die Stundenmarke geknackt. Am Ende fehlten 31 Sekunden. Eindeutig Kopfsache. Bis km 8 war ich in der Zeit, doch dann ließ ich nach  - im Glauben es auch so zu schaffen. Also muss ein nächster Zehner her. Die 1 vorne muss weg.

Nun war erstmal Urlaub. Easyjet brachte uns in die Toskana, genauer gesagt nach Pisa. Hier war ich als Teeni das letzte Mal, als wir im Rahmen eines Trainingslager in Cesenatico einen Tagesausflug in die Stadt des schiefen Turms unternahmen. Mit dem Auto ging unsere Reise weiter in die Nähe von Florenz. Wir hatten auf Salvadonica gebucht. Was für ein Gelände mit eigenem Weinberg und wahnsinnig weitläufig. Die Aussicht in die toskanische Landschaft - ein Traum. Meine Canon kam teilweise überhaupt nicht zur Ruhe. Nach zwei Tagen auf dem Landgut verschlug es uns nach Florenz. Hier wurden meine Nerven auf die Probe gestellt. Auto fahren ist hier nicht ohne trotz Sicherheit im Hinterkopf, dass wir Vollkasko haben. Zwei Tage später war Siena an der Reihe. Viel, viel angenehmer als Florenz und auch ansehnlicher. Nicht das Florenz nichts her macht, aber Siena ist schon schicker. Den letzten Tag genießen wir noch einmal bei angenehmen Temperaturen und Sonne auf der Terrasse, beobachten ein letztes Mal hier den Sonnenuntergang, schlürfen ein letztes Mal Capovolto Colli Toscana Centrale 2008 und sagen Grazie. Das einzige Manko, was es hier zu beklagen gab, war das Essen. Das Frühstück war lecker, aber alles andere, egal wo wir aßen, hat uns nicht überzeugt. Morgen gibt es ja wieder Essen aus dem heimischen Ofen. Also alles gut.

Bevor es dann ab Montag im Büro in den Jahresendspurt geht, wühle ich mich am Sonntag noch ein wenig durch den Matsch. Die Cross Challenge wird sicherlich richtig lustig. Davon jedoch mehr beim nächsten Mal.

Passt gut auf euch auf.

bis bald

eure Lilli

Sonntag, 7. Juli 2013

Mein Leben ist alles andere als langweilig

Es wird langsam Zeit für eine Wasserstandsmeldung. Ich sitze gerade im Zug von Senftenberg nach Berlin und nutze die Zeit.

Wasserstandsmeldung, oh ja. Da hat es ja einige ganz hart getroffen. Meine Verwandtschaft hatte auch einen nassen Keller, aber nicht zu vergleichen mit den Menschen in Fischbeck, Gera oder anderen Orten. Das mit dem schwankenden Wetter ist hin und wieder ganz schön anstrengend. Wobei ich sagen muss, in den Urlauben dieses Jahr, hatten wir immer Glück. Und böse Zungen behaupten, ich sei ständig im Urlaub. Das dem aber gar nicht so ist, werdet ihr gleich mitbekommen.

Am ersten Aprilwochenende weilte ich kurz in Cottbus und nahm die Gelegenheit wahr, bei der internationalen Cottbuser Juniorenrundfahrt vorbeizuschauen. So sah ich meine NRW Radjungs wieder und weihte gleich meine neue Kamera ein. Samstag nachmittag machte ich mich wieder auf den Weg nach Berlin, haute mir Abend zwei Teller Nudeln rein und konnte so am nächsten Morgen fit an den Start des Berliner Halbmarathons gehen. Bis km 10 ging auch alles richtig gut, bis km 12 gut, bis km 19 mehr schlecht als recht und ab da ging nix mehr. Flasche leer. Ich erreichte irgendwann dann auch das Ziel und da mein Bruder eine Minute schneller war als ich, war auch der Familienfrieden in Ordnung.

Vier Tage später ging es dann mit meiner Firma auf Betriebsausflug mit Begleitung nach London. Hier wurden erstmal zwei Flieger gechartert. Einer flog von Berlin nach Malmö und weiter zum Zielort, der andere startete in Stockholm, flog nach Göteborg und dann in die englische Hauptstadt. Mit mehreren Reisebussen ging es nach Old Windsor in unser Hotel, hier noch ein kurzer Empfang und dann neigte sich der Tag dem Ende. Der Freitag stand uns zur freien Verfügung. Wie immer wenn ich in London bin, regnete es aber wir ließen uns die Laune nicht verderben und erkundeten die City. Weiter ging es am Samstag mit einer Infoveranstaltung, einem Sportevent - schon wieder laufen -, Musikquiz, Dart, Bullenreiten, Bier- und Weinverkostung. Nach dem Diner war noch Tanzbein schwingen angesagt und als der nächste Tag angebrochen war, legten wir uns ein wenig auf´s Ohr bevor es wieder in den Flieger gen Berlin ging. 

Dann stand die Einlösung von Andy´s Weihnachtsgeschenk an. Wochenende in Madrid inklusive Rammstein Konzert. Madrid ist schön, Rammsteinkonzerte werden wohl nie meins. 

Nun noch einmal vier Tage arbeiten und Erholung stand an. Diesmal zog es uns für eine Woche nach Kroatien. Eine so geniale Ferienwohnung, so geniales Wetter, eine so geniale Lage, wir wollten gar nicht mehr weg. Im nächsten Jahr sind wir wieder hier.

Die Tour de Berlin ließ ich mir dieses Jahr auch nicht entgehen. Schließlich hatte ich die U 23 Jungs um Ihren Landestrainer auch eine Ewigkeit nicht mehr gesehen. Übrigens muss hier mal erwähnt werden, dass ich an diesem Freitag nach Himmelfahrt in Etage 1 die einzige anwesende Mitarbeiterin war. Nur um diesen o. g. Gerücht vorzubeugen. hi, hi.

Zu meinem Geburtstag hatte ich meine Eltern zu Besuch. Leider war das Wetter nicht so gut, sodass wir nicht wirklich viel unternehmen konnten. Aber war ja auch Champions League Finale und so konnten die beiden Experten Ex-Schiedsrichter Papa und Union Fan Andy wenigstens über die Fußballer philosophieren. Berufsschulkollegin und Freundin Aylin ließ es sich nicht nehmen, nach dem Junggesellinnenabschied einer Freundin in Berlin auf meinem Cafe, vor ihrer Heimfahrt nach Lüneburg, vorbeizuschauen. 

Eine andere Freundin aus der Berufsschule - meine Banknachbarin Anke - trudelte ein paar Tage später für eine Nacht ein. Gute Sache, dass viele Seminare von Unternehmen in Berlin stattfinden. Freu.

Am letzten Tag im Mai musste ich dann noch einem sportlich ran. 5x5 km Firmen-Staffellauf. Über 5.000 Staffeln waren an drei Tagen hier am Start. Ich schaffte meine persönliche Zielsetzung unter 30 min zu bleiben und möchte hier nochmal DANKE an die Organisatorin Peggy sagen, die das ganze, im wahrsten Sinne des Wortes nicht einfache Prozedere, bis zum Schluss bravourös gemeistert hat.

Schon am nächsten Mittag ging es mit dem Flieger nach Frankfurt. Hier wurde ich von meinem besten Kumpel Roland mit Freundin am Flughafen empfangen. Auch wenn die City Tour wegen dem nicht vorhandenen Bus ausfiel, waren es schöne Stunden. Sonntag morgen holten mich Radfreundin Peggy mit Familie ab und es ging zum brunchen. Nach einer Runde Spielplatz und Eis essen, setzte ich mich in den Zug Richtung Solingen. Hier noch kurz die S-Bahn genommen und in Hilden im Hotel eingecheckt. Mit den Ex-Kolleginnen Anne, Verena und Nina ging es zum Abendessen. Wirklich netter Abend und schön die Mädels mal wiedergesehen zu haben. Montag morgen gab es ne kurze Quasselrunde bei meinem Ex-Sponsor Jan mit seinem Unternehmen Hanseline. Weiter gings nach Düsseldorf zum Ex-Arbeitgeber. Da freuten sich einige mich mal wieder zu sehen. Die Zeit verging leider viel zu schnell und irgendwann war es an der Zeit sich Richtung Flieger zu machen. 

Luckau war ein paar Tage später mein Ziel. Deutsche Meisterschaft im Einzelzeitfahren der Juniorinnen und Junioren. Heiser kehrte ich zurück nach Hause und war Abend noch auf einem 50. Geburtstag geladen. Am nächsten Morgen ging es kurz zum Velothon und zu später Stunde ins Olympiastadion zum Depeche Mode Konzert. 

Jetzt war es Zeit, mein Geburtstagsgeschenk von meinem Schatz einzulösen. Ein Wochenende auf Rügen. Hier machten wir noch einen Ausflug zum Kap Arkona und versuchten ein wenig den Akku aufzufüllen.

Denn schon ein Wochenende später stand das 1. Familientischtennisturnier im Sachsenland an. Zehn Teilnehmer und ich wollte mindestens ein Spiel gewinnen. Mir gelang dies sogar vier Mal. Platz sechs am Ende. Und da Andy das ganze gewann, blieb der Pokal in Berlin.

Von diesen ganzen vollgepackten Wochen muss man sich irgendwann erholen und so stiegen wir am letzten Tag im Juni in den Zug zum Senftenberger See. Urlaub mal gleich um die Ecke. Ich nahm mein Rennrad mit und freute mich auf ein paar Kilometer im Sattel. Gleich am Montag schaffte ich 53. Am Mittwoch begleitete mich Andy, diesmal mit Tourenräder. Der Weg führte uns zum Aussichtspunkt Rostiger Nagel. 70 km standen am Donnerstag auf meinem Tacho, Freitag umrundeten wir gemeinsam mit Tourenrädern den Senftenberger See und gönnten uns ne Jetski Runde. Zum Abschluss des Aktivurlaubes ging ich noch einmal ans Limit. 90 Kilometer im Lausitzer Seenland. Nach zehn Monaten Rennradabstinenz war ich richtig stolz. Das reicht jetzt wieder für ne ganze Weile. Grins.

14 Wochen muss jetzt Geld verdient werden, bevor es wieder heißt: Uuuuuurlaub. Gebucht ist dieser na klar schon. Es geht in die Toskana. Und für nächstes Jahr stehen auch schon grobe Pläne. Aber bis dahin ist ja noch was Zeit.

Also passt gut auf euch auf. 

bis denne

Eure Lilli

Freitag, 29. März 2013

Happy Easter

Mensch jetzt haben wir schon wieder Ostern. In diesem Jahr weiße Ostern. Es schneit und schneit und der Winter will kein Ende nehmen.

Neben dem Wetter hat mich auch zwei Mal meine Gesundheit daran gehindert mich ordentlich auf den nächste Woche anstehenden Halbmarathon vorzubereiten. Da hat es mich doch glatt dieses Jahr gleich doppelt aus den Schuhen gehoben. Fieber, Gliederschmerzen vom allerfeinsten. Nun bin ich aber wieder fit und voller Tatendrang. Und dies auch dank Kollegin und Freundin Peggy, die mir das ein oder andere Mal in den A.... tritt. :-) Im Fitnesscenter bin ich nun auch angemeldet, habe hier auch schon einen Muskelkater davongetragen, aber von nix kommt ja bekanntlich nix. Drei Stunden Karenzzeit müssten aber beim 21 km Lauf machbar sein und so gehe ich optimistisch ins Rennen. Mal schauen vielleicht kann ich ja meinen Bruder hinter mir lassen.

Nun aber noch kurz einen Rückblick zu den letzten drei Monaten. Der dritte Silvestertrip an die polnische Ostsee war wieder einmal grandios. Was für eine Truppe. Spaß ohne Ende.

Das Sechstage Rennen fiel für mich wegen Krankheit aus, hatte ich mir doch vorher noch auf dem Ergometer die Lunge aus Hals geradelt um Freikarten zu bekommen. Auf ein neues in 2014.

Meine Reise nach St. Petersburg war cool. Zwischendurch dachte ich mein Kopf platzt, bei all den Informationen, die uns Sergej über die Geschichte der Stadt einflöste. Das so eine Reise mit vier Mädels nicht reibungslos läuft ist wohl allen klar. Da versucht die eine die Truppe vom falschen Bus zu überzeugen - aaaaah ich und Bus, da war doch mal was in Canada fällt mir eben beim tippen hier ein -, da hat die andere Flugangst, doch wir sind als Quartett los und gesund und munter als Quartett wieder in der Hauptstadt gelandet.

Ein paar Tage später war ich schon wieder unterwegs. Weg aus dem Winter, rein in den Sommer. Okay ganz so war es nicht, aber mit 18 Grad im Schnitt sehr angenehm. Tunesien war unser Ziel. Für Andy Urlaubsziel zum Fünften, für mich Premiere. Ausruhen und Akku für die nächsten Wochen auftanken. Das waren die gesteckten Ziele. Unser traumhaftes Zimmer mit Meerblick und wie schon erwähnt das Wetter halfen uns dabei. Lange Spaziergänge, Kamel reiten und Quad fahren rundeten die Zeit bestens ab.

Mitte März hatte ich dann die Kollegen zum Raclette geladen. War ne runde Sache denke ich. Alle sind satt geworden und Mundwinkel die nach unten gingen, habe ich auch nicht entdeckt. Letzten Sonntag war ich dann beim Champions League Spiel der Füchse gegen Athletico Madrid. Schade, schade. Es war sooooooo knapp.

Nun geht es holter die polter im April weiter. Nach meinem sportlichen Höhepunkt nächste Woche, geht es vier Tage später mit der Firma nach London. Vier Tage Betriebsausflug mit Begleitperson. Noch Fragen? Weiter geht es eine Woche später nach Madrid. Städtereise mit Rammstein Konzert. Mal schauen wie mir die Musik bekommt. Das ist jedoch im April nicht alles. Wieder zurück heißt es vier Tage Geld verdienen und ab in den Süden - auf nach Kroatien. Diesmal für beide Premiere.

Der Wonnemonat wird dann etwas ruhiger und spätestens dann gibt es hier auch wieder was zu lesen. Einige von euch haben die Ehre schon eher, da sie ja von meinen Reisezielen wieder Postkarten erhalten werden.

Also bis dahin. Passt gut auf euch auf und bleibt gesund.

die Lilli

Dienstag, 18. Dezember 2012

Merry Christmas

Ein paar Tage vor Weihnachten und dem Jahreswechsel - ich glaube nicht an den Weltuntergang - sollen hier noch ein paar Worte von mir nicht fehlen.

Es war ein aufregendes Jahr in vielerlei Hinsicht. Mit dem Umzug nach Berlin und der Aufnahme meines neuen Jobs habe ich alles richtig gemacht. Auch privat läuft alles seit Monaten bestens. Ich fühle mich wohl in Bärlin. Ich bin wieder näher an meiner Familie, an meinen alten Freunden und habe auch neue Freunde gefunden. Beim Fuß fassen in meinem neuen Arbeitsumfeld muss ich mich besonders bei Peggy und Monique bedanken. Die beiden haben es mir wirklich leicht gemacht mich einzuleben. Ja ich bin glücklich!!!

Zu den "Wessi´s" habe ich den Kontakt nicht abgebrochen. Manch einen Menschen vergisst man halt nicht. Kurz vorbeigeschaut habe ich im November bei den alten Kollegen und die Weihnachtskekse wurden auch in diesem Jahr nach Düsseldorf und Frankfurt/M. geliefert. Auf der Trainertagung in Duisburg habe ich meine Radspezis wiedergetroffen.

Dad´s 70. Birthday war klasse. Dank meiner Cousine haben wir kurzfristig noch ein kleines Programm auf die Beine gestellt und Pap´s war sehr happy. Unser Wellnesswochenende war okay. Thale ist sehr schön, aber Therme ist nicht so unser Ding.

Seit einigen Wochen bin ich außerdem Mitglied der Akelius Laufgruppe. Tapfer habe ich bisher nur einmal gekniffen. Sorry Björn. Die richtigen Laufsocken sind zwar noch nicht gefunden aber bis zum Halbmarathon im April bin ich fit und hoffe das nach 21 Kilometer noch nicht die 2 Stunden Marke auf der Digitalanzeige aufleuchtet.

Nun steht noch das Weihnachtssingen bei Union am Sonntag auf dem Plan, bevor ich Montag die Reise zur Familie antrete. Über Silvester geht es mit der Cottbuser Combo an die polnische Ostsee und dann erwarte ich das Jahr 2013 - mit viel Spaß und viel Spannung.

So dann wünsche ich euch Frohe Weihnachten und nen Juten Rutsch.

Passt gut auf euch auf.

Eure Lilli

Montag, 5. November 2012

Der Jahresendspurt....

ist voll im Gange.

Nach 2,5 Wochen arbeiten ging es mit meiner besseren Hälfte nach Schweden. Da wo wir bereits im Mai eine Woche verweilten, luden wir den Akku wieder auf. Wie gut mal sieben Tage nix tun sein können. Jetzt heißt es durchhalten bis Weihnachten, denn nicht nur mein Schreibtisch ist rappelvoll auch die Wochenende haben wir meist volles Programm.

So waren wir am gleichen Abend unserer Rückkehr aus Skandinavien beim Wildschweinessen meiner Kollegin und Freundin Peggy. Am nächsten Morgen war brunchen mit Ex-Kollegin und Freundin Anne mit Mann angesagt. Sie verbrachten das Wochenende in Berlin und erhielten Unterschlupf in meinen vier Wänden. Eine Woche später stand Besuch aus Bremerhaven, Frankfurt und Krefeld vor der Tür. Big friend Roland mit Familie vermissten mich :-) und hatten außerdem ein Date mit Udo. Nach einem ruhigen letzten Oktoberwochenende war ein paar Tage später Geburtstagsparty angesagt und gestern schaffte ich es auch endlich mal wieder in die Sportklamotten. Auf dem Berliner Oktoberfest hatte ich einem Start beim Berliner Halbmarathon 2013 zugesagt und um das Zeitlimit zu schaffen, muss ich wohl oder übel was dafür tun.

Kommendes Wochenende heißt es wieder feiern, dann geht es nach NRW zur Trainertagung und dann ist Dad´s großer Tag. 70 Jahre hat er dann auf dem Buckel. Schafft nicht jeder und deshalb muss das groß gefeiert werden. Vor Weihnachten gönnen wir uns auch noch ein Wellnesswochenende im Bodetal.

Auch 2013 wird nicht langweilig. Gebucht ist bereits eine viertägige Reise nach Russland mit drei Kollegen. Da bin ich ja mal gespannt was wir alles erleben werden. Das wird garantiert spaßig.

So dann kommt gut durch die kalte Jahreszeit und bleibt gesund.

Eure Lilli

Mittwoch, 19. September 2012

Back in Bärlin

Das war es also mit dem Kanadatrip 2012 und nun muss erstmal bissl wieder gespart werden.

Die letzten Tage waren noch mal richtig aufregend. Nachdem die Fähre in Port Hardy angelegt hatte, schmuggelte ich mich in den Shuttle Bus zum Airport Inn Motel. Dem Namen nach muss das Motel ja in der Nähe des Flughafens liegen. Dem war auch so. Den letzten Kilometer schlenderte ich kurz nach 23.00 Uhr eigenständig Richtung Abflughalle. Anders als im Internet war diese aber nicht 24 h täglich geöffnet sondern von 06.30 Uhr bis 20.30 Uhr. Was nun? Ich wollte hier doch auf der Bank übernachten. Und wie 06.30 Uhr? Der Flieger nach Vancouver geht doch um 06.45 Uhr?! Naja die werden schon wissen was sie tun. Also watschelte ich zum Motel zurück, nahm mir ein Zimmer für 111 Dollar. Was kostet die Welt?

Der Flughafen öffnete tatsächlich um 06.30 Uhr und auch der Flieger ging pünktlich um 06.45 Uhr. Es waren ja nur 13 Passagiere in der 19 fassenden Propellermaschine. Einsteigen musste man hier in gebückter Haltung. Gut das ich kein Problem mit dem Fliegen habe. In Vancouver angekommen, holte ich den Mietwagen ab und machte mich auf den Weg Richtung Kamloops. Dort war die Wiedersehensfreude beiderseits riesengroß. Das Schwein drehte am Grill schon seine Runden, doch ich genehmigte mir erstmal ein Stück Pflaumenkuchen von Hanny und ne Quasselrunde. Beim Abendessen waren meine Augen größer als mein Magen. Sah aber auch alles leeeecker aus. Circa 200 Leute verbrachten einen netten Samstag und um 0.15 Uhr fiel ich ins Bett. Am nächsten Morgen noch mit den auf der Farm übernachteten Leuten gefrühstückt, anschließend bin ich zur Shoppingtour in die City und dann wieder nach Vancouver. Auto abgeben und ab ins Hostel und Mitternacht ins Bett.

Den letzten Tag schlenderte ich noch nach Downtown Vancouver, kämpfte mit einer Erkältung und erlebte noch hautnah Action wie ich sie bis dato nur aus dem Film kannte. Am Ende klickten die Handschellen und die Welt war wieder ein wenig sicherer. hi, hi.

Mit nem dicken Schnupfen und Halsweh trat ich die Heimreise gen Bärlin an. Zunächst etwas über drei Stunden nach Minneapolis, dann weiter nach Amsterdam und dann konnte Schnuckel seine Hexe wieder in den Arm nehmen. Jetzt heißt es 2,5 Wochen rackern und dann ruft auch schon Schweden. Aber da wird nur gechillt - eine Woche lang.

bis dahin
eure Lilli

Samstag, 15. September 2012

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen


Die Leute mit denen ich auf meiner Reise ins Gespräch komme, erklären mich für verrückt. Brauchen Sie aber gar nicht. Ich weiß es selber. Langweilig wäre ja auch doof. Zugegeben ein paar Stunden mehr Schlaf würden mir ganz gut tun. Aber für meinen Schlafmangel kann ich zum Teil ja überhaupt nix. Ich habe dieses Jahr halt keine vier Monate sondern nur zwei Wochen Zeit mein Altersruhestandsland zu erkunden.

Der Bus von Calgary nach Jasper mit Umstieg in Edmonton fuhr pünktlich ab. Bis Edmonton lief auch alles perfekt. Ich hatte die letzte Reihe für mich und konnte so schon mal ein wenig Augenpflege vornehmen. In Edmonton hatte ich dann 1,5 Stunden Aufenthalt und dann schnappte mir doch tatsächlich eine Asiatin den Platz weg. Naja manchmal verliert man, manchmal gewinnen andere. So versuchte ich irgendwie meine alten Knochen so zu biegen und drehen, dass ich auch auf zwei Sitzen einigermaßen mich entspannen und schlafen konnte. Funktionierte anfangs auch gut, doch schon nach ein paar Kilometern hielten wir mitten auf dem Highway an. Der Busfahrer machte eine Durchsage, dass er sich nicht wohl fühlt und er sich wohl bei seiner Tochter angesteckt hat. Na hoffentlich geht das gut. Mitten in der Nacht und dann will er das vier Stunden lang durchhalten? Es kam ein Stopp nach dem anderen. Mal auf einem Rastplatz, mal auf dem Highway. Wenn wir dann mal fuhren, dann mit geschätzten 60 km/h und Warnblink. So wurden aus den geplanten vier Stunden 6,5 Stunden. Ich hatte kaum ein Auge zugemacht, aber böse war ich diesmal dem Busfahrer nicht. Er tat mir eher leid. Warum habe ich eigentlich keinen Busführerschein? Letztendlich kamen wir in Jasper alle um 06.30 Uhr heil an. Nun hieß es sechs Stunden die Zeit totschlagen bis mein Zug nach Prince George fährt. Erst versuchte ich im Warteraum noch ein wenig zu dösen, doch auch das war bis 08:00 Uhr eher schwierig. Eine Seniorenreisegruppe hatte den Rocky Mountaineer gebucht und wartete ungeduldig auf die Abfahrt. Mit diesem Zug wäre ich auch gerne gefahren, aber da muss ich wohl vorher noch einmal mit Pär reden. So blieb mir die Economy Class im Via Rail. Ist ja auch nicht schlecht. Ich ging dann noch ein wenig durch Jasper spazieren, hier kannte ich mich ja schon vom letzten Jahr her aus, kam mit einem Kanadier ins Gespräch, der in Jasper ein B&B betreibt und seine Visitenkarte loswerden wollte und checkte schließlich mein Gepäck ein. Das kommt hier nämlich alles in einen Gepäckwagen. Pünktlich wurde zur Abfahrt gepfiffen und vielleicht eine Minute später war ich eingeschlafen. Nicht das jemand jetzt denkt, ich habe bis Prince George durchgeschlafen. Nee, nee. Erstens war ja Landschaft anschauen angesagt und zweitens hielt ein vierjähriges kanadisches Mädchen den ganzen Wagen bei Laune. Da mir Zugverspätungen aus Deutschland bekannt sind, war ich nicht verwundert über die verspätete Ankunft und mit knapp 45 Minuten war das auf dieser acht Stunden Reise noch völlig okay. Ein älterer Kanadier hatte wie ich das gleiche Hostel gebucht, also hängte ich mich gleich einmal an seine Fersen. Schnell noch in Supermarkt, bissl im Internet surfen und dann Licht aus. Acht Stunden Schlaf. Oh wie schön. 

Aber von ausgeschlafen konnte keine Rede sein. Wieder ging es zum Zug und um 08:00 Uhr sollte es weiter nach Prince Rupert gehen. Zwölf Stunden Zugfahrt. Los kamen wir eine Stunde später. Die Tour war nicht nur landschaftlich gesehen der Hammer. Mit vier Stunden Verspätung kamen wir am Zielort an. Lustig fand das keiner der Passagiere mehr und da tröstete auch der 50 % Rabatt auf die nächste Zugfahrt in Kanada nicht. In Kanada ist es nämlich so, dass die Güterzüge Vorfahrt haben, d. h. wenn ein Schiff in Prince Rupert angelegt, wird der Zug vollgeladen und fährt ab. Kommt es also auf dem Schienennetz zu Überschneidungen, muss immer der Personenzug warten. Das war halt nicht ein- oder zweimal der Fall, das war eher zehn Mal so. Wieder war der nette Herr in der gleichen Unterkunft und auch ein englisches Pärchen. Also alle in ein Taxi und so schnell wie möglich ins Bett. Denn auch die Engländer hatte die Fähre am nächsten Morgen um 07:30 Uhr gebucht, was bedeutete wir mussten um 05:30 im Terminal sein. So blieben mir in dieser Nacht knappe vier Stunden. 

Ja und nun sitze ich hier auf der Northern Expedition, gebaut in Deutschland, bekämpfe meine Müdigkeit mit der atemberaubenden Landschaft in der sogenannten „Inside Passage“, winke den Walen zu und gönne mir nach Tagen mal eine warme Mahlzeit. Um 22:30 Uhr ist die geplante Anlegezeit in Port Hardy, von wo aus ich irgendwie zum zehn Kilometer entfernten Flughafen kommen muss, um um 06:45 Uhr den Flieger nach Vancouver besteigen zu können. Wird also wieder eher wenig mit schlummern außer vielleicht auf dem Flughafen á la Tom Hanks. Mit dem Auto geht es dann nach Kamloops zum Harvest Fest bei meiner Farmerfamilie aus dem letzten Jahr und von Samstag zu Sonntag schlaf ich dann mal aus.  So ist jedenfalls der Plan. Und sollte das nicht klappen, habe ich ja Mitte Oktober noch einmal eine Woche lang Zeit zum chillen. :-)

Ich melde mich dann vor meinem Abflug nach Deutschland noch einmal mit den letzten Erlebnissen. 

bis dahin

eure Lilli

Mittwoch, 12. September 2012

The never ending story

Wer meinen Blog im letzten Jahr verfolgt hat, der kann sich sicherlich noch daran erinnern, dass die Busfahrer hier in Kanada nicht gerade meine besten Freunde waren. Dieses sollte sich in diesem Jahr fortsetzen. In Calgary auf dem Flughafen angekommen, wartete ich auf den Bus 300 nach Downtown. Dieser kam dann auch und ich nahm Platz. Ich hatte alles unter Kontrolle, wusste genau wann ich den Halteknopf betätigen und wann ich aussteigen muss. Am Calgary Tower angekommen, hatten wir fünf Minuten Pause, die nächste Haltestelle war meine. Also stand ich gleich, nachdem der Bus sich wieder in Bewegung gesetzt hatte, auf und drückte den Knopf. Doch der Bus hielt an der nächsten Haltestelle nicht. Jetzt wusste ich nicht ob ich lachen oder heulen soll. Ich entschloss mich für den Mittelweg. Ich nahm es mit Fassung. So blieb mir nix anderes übrig, als eine Station weiter den Bus zu verlassen und ein ganzes Stück mehr zu Fuß zum Hostel zu laufen.

Nach dem Einchecken ging es zur Besichtigungstour. Ich lief ne kleine Runde durch die den Prince Island Park und erkundete Downtown. Am nächsten Morgen kümmerte ich mich als erstes um mein Busticket nach Jasper. Man weiß ja nie. Nachher ist der Bus ausgebucht und ich verpasse in Jasper meinen Zug. Noch ein wenig durch die Stadt geschlendert und dann meinen Mietwagen für die nächsten zwei Tage. Ich hatte nen Kleinwagen reserviert. Bekommen habe ich einen coolen Dodge.

Montag ging es dann in den knapp 300 Kilometer entfernten Waterton National Park. Im letzten Jahr hatten mir diesen Nationalpark ein älteres Ehepaar aus dem Osten Kanada, die mein Bruder und ich in Whistler trafen, empfohlen. Dies war auch Punkt zwei auf meiner To Do Liste. Auch Pat, der Kanadier wo ich die ersten Tage zu Gast war, sprach von dem wunderschönsten Platz in Kanada. Ich war richtig stolz auf mich. Nicht einmal verfahren, aber Calgary und Umgebung ist auch übersichtlicher als Vancouver und schwups war ich da. Zunächst war das Wetter noch okay und so fuhr ich als erstes zum Cameron Lake, absolvierte da den Cameron Lake Trail und dann öffnete der Himmel seine Pforten. Ich wollte ursprünglich noch den Bears Hump laufen, doch bei Hagel verging mir die Lust. So fuhr ich noch zum Red Rock Canyon, wo das Wetter etwas besser war, lief da noch ne Runde und jaaaaaa ich sah auf dem Rückweg kurz vor dem Parkausgang einen Schwarzbären. Trotz des Wetters fand ich den Park wirklich grandios. Zum Sonnenuntergang war ich wieder in Calgary und machte mich noch schnell auf den Weg zum Calgary Tower. Hier wollte ich auch noch hoch und die Stadt im Dunkeln von oben sehen.

Eigentlich war am heutigen Dienstag noch ein Ausflug nach Lake Louise geplant. Ich war morgens um 6.30 Uhr jedoch so müde, dass ich beschloss meinen Plan zu ändern, auszuschlafen und dann nur noch in den Olympic Park zu fahren. Die nächsten Tage werde ich eh nur wenige Stunden zur Nachtruhe finden und so konnte ich in aller Ruhe das Auto am Mittag zurückgeben und mich auf den Weg zum Busdepot machen. Hier sitze ich nun, schreibe diese paar Zeilen und warte auf die Abfahrt. Zunächst geht es Richtung Red Deer und Edmonton. Hier wechsele ich den Bus und gegen 4:00 Uhr morgens erreiche ich Jasper. Um 12:45 Uhr fährt dann mein Zug nach Prince Rupert. Von da aus, hoffe ich mich wieder melden zu können.

bis dahin

eure Lilli

Sonntag, 9. September 2012

Swimming in the Lake Winnipeg

Im letzten Jahr habe ich ja eine To Do Liste angefertigt mit Dingen, die ich noch in Kanada unbedingt machen möchte. Nachdem ich Mitternacht auf dem Flughafen Winnipeg wohlauf gelandet bin, nahm mich Claudia, die ich im letzten Jahr in den Rockies kennengelernt habe und in Grand Marais, eine Autostunde von Winnipeg entfernt, bei einer kanadischen Familie lebt, in Empfang. Mit kurzem Umweg, aber dafür mit den Northern Lights, kamen wir im Spirit Rock Café & Inn, meiner Unterkunft für die nächsten drei Tage an. Der neue Tag begann mit einem späten Frühstück auf der Terrasse. Anschließend schnappten wir die Räder und fuhren zum Lake Winnipeg. Und da konnte ich meinen ersten Haken an meine To Do Liste machen. Es war zwar kalt und auch sehr windig, aber das tat dem Punkt - Swimming in the Lake Winnipeg - nichts ab. Mit einem langen Strandspaziergang entlang des West Beach und einer kurzen Wanderung neigte sich der Tag langsam zu Ende. Mit den Kindern der kanadischen Cafébesitzer ging es vor dem Abendessen noch in die nahegelegene Lagune zum Steinmännchen bauen und Kitesurfer bestaunen. Mit einem deftigen Steak endete der erste Tag im Bundesstaat Manitoba.

Auch der zweite Tag stand im Zeichen des Sports. Mit einer Radtour der extremen Sorte - man kann es schon Cross bezeichnen - erkundeten wir die Gegend. Eigentlich war am frühen Abend noch eine Kajaktour geplant, diese fiel aber aufgrund des Wetters aus. War aber auch kein To Do Punkt also nicht so schlimm und wird andermal nachgeholt. Zum Abendessen gab es Schnitzel. Diesmal waren Claudia und ich mit dem kochen dran. Also ich muss schon sagen, dass ich die Kartoffeln wirklich gut geschält und auch in der Pfanne nicht anbraten lassen habe. hi, hi.

Frühstücken, Zimmer putzen und ab nach Winnipeg. An dieser Stelle noch einmal ein herzliches "Thank you" an Julie und Pat für kostenlose Kost und Logis an diesen Tagen. Sightseeing Tour war angesagt. Zum in vielen Travelbüchern als unbedingtes Muss bezeichneten "Forks Market" ging es als erstes. So leid es mir tut, aber dieser Ort ist vielleicht maximal einen von fünf Sternen wert. Ich weiß nicht, was an dieser "Shopping Mall" besonderes sein sollte. Nicht mal schöne Postkarten gab es hier. Nach einem kleinen Fussmarsch am Red River ging es zum Exchange District und nach Downtown. Am Ende kam bei uns beiden noch einmal das Kind durch. Wir spielten im Dollarama zum Leidwesen der Angestellten Karneval. Fotos gibt es bei facebook oder bei google. Das wir im Hostel heil ins Bett gekommen sind ist wohl eher ein Glücksfall gewesen. Da krachte zum einen die Gardinenstange runter und zum anderen kurze Zeit später die Leiter zum Oberbett. Es war also recht unterhaltsam vor meiner Abreise nach Calgary.

Ich wechsle also den Bundesstaat. Nach Manitoba ist Alberta dran. Was mir da widerfährt oder ob es eher langweilig wird, erfahrt ihr in ein paar Tagen hier.

bis dahin

eure Lilli

Mittwoch, 5. September 2012

Canada is calling me

In Zeiten von facebook, twitter & co. bleibt meine Homepage außen vor. Da Lilli aber mal wieder on tour ist und es in ihrem Umfeld auch Personen gibt, die nicht im Social Network vertreten sind, werde ich hier die Erlebnisse meines diesjährigen Trips in „mein“ Canada hoffentlich regelmäßig niederschreiben.

Über acht Monate sind vergangen, als ich das Land - meinen zukünftigen Altersruhesitz verließ und wieder gen Heimat aufbrach. Losgelassen hat mich aber dieser Staat in Nordamerika noch lange nicht. 15 Tage sind es diesmal, ein straffes Programm habe ich mir auferlegt aber ich denke dennoch das ich wieder jeden einzelnen Tag genießen werde.

In der letzten Nacht kam mir das zwar noch nicht so vor - ich träumte von Heizkostenabrechnungen, doch ich bin mir sicher Ulla hat meine Rechnungen und Nicole den Rest im Griff. Nicole und wenn das nicht klappt, gibt es für Peggy und Monique meinerseits das Okay da mal ordentlich auf den Tisch zu hauen. :-)

Über Amsterdam und Minneapolis geht es zunächst nach Winnipeg. Hier wird mich Claudia, die ich letztes Jahr in den Rockies kennengelernt habe, vom Flughafen abholen und bis Samstag werde ich von ihr Manitoba gezeigt bekommen. Ich bin gespannt und werde berichten.

Gelohnt hat sich die Reise für mich bereits jetzt schon. Auf der Suche nach Briefmarken um meinem großen Hobby Postkarten zu schreiben - aber 100 wie im letzten Jahr werden es diesmal bestimmt nicht - schon auf meinem Zwischenstopp in Amerika nachzukommen, fand ich diese am Geldautomaten. Ja was gibt es im Land der unbegrenzten Möglichkeiten nicht?!

So die Alaska Airline wartet auf mich. Die letzten zwei Stunden und dann bin ich wieder bei den Grizzlys und Elchen.

Also passt auf euch auf und haltet die Ohren steif.

Dicken Kuss an meinen Schnuckel.

bis bald. 

eure Lilli

Samstag, 10. März 2012

Alles Jut in Bärlin

Der Umzug ist nun fast geschafft, nur noch ein wenig Kleinkram und dann geht ein Kapitel meines Lebens zu Ende. Knapp 11,5 Jahre verbrachte ich hier in Düsseldorf und Umgebung meist positive Zeit, kämpfte mich durch die die "andere" Welt und das war sie wirklich für mich anfangs und doch sage ich "Zu Hause ist am schönsten".

Einen Monat arbeite ich nun schon in Berlin, fühlte mich ab Tag 1 pudelwohl und sage jetzt "Alles richtig gemacht". Das erste "Bierfix" habe ich überlebt (Bierfix ist eine andere Form von Jour fix), nach Hamburg, Köln und Stuttgart durfte ich auch schon reisen und auch Lachen ist im Büro nicht verboten.

In den nächsten Tagen ist dann auch mein neues Zuhause fertig, 10 min zu Fuß vom Alex. Also wenn ihr mal in der Nähe seit und Zeit für nen Café habt, lasst es mich wissen.

Mittwoch, 18. Januar 2012

Back to the roots

Wie habe ich gestern bei facebook gelesen: Nichts ist für immer, das einzige was gleich bleibt, ist die Veränderung.

Und diese Veränderung gibt es nun einmal mehr bei mir. Nach meiner Rückkehr aus Canada stand die Frage im Raum: Was nun? Noch einmal zurückgehen, einen Job dort suchen und das Visum bis August ausnutzen oder in Deutschland einen Anstellung suchen? Ich schrieb sowohl Bewerbungen für Canada als auch für Deutschland, beschloss zu schauen, was sich ergibt und dann zu entscheiden. In Sachen Canada tat sich nicht wirklich etwas. Auch für meine Wohnung zur Untermiete meldete sich niemand. In Deutschland dagegen tat sich sehr schnell was. Ich befand mich quasi mal wieder auf der Überholspur und hatte vor zwei Tagen meinen neuen Arbeitsvertrag auf dem Rechner. Und ich muss wirklich sagen, es macht mir schon etwas Angst, wie das Glück im Moment mich begleitet. Nach einer Traumreise, jetzt die Erfüllung meines Wunsches nach der Rückkehr zu den Wurzeln. Für mich war klar, NRW oder Berlin. So gingen auch meine Bewerbungen nach Düsseldorf, Oberhausen, Köln und Essen und in die Hauptstadt. Von letztgenannten bekam ich als erstes eine Rückmeldung und mit so einem verlockenden Angebot, dass ich nicht nein sagen konnte. Und so werde ich ab 1. Februar also in ein paar Tagen neue Einwohnerin von Bärlin sein.

Früher oder später wäre ich zurückgegangen, zu sehr hänge ich an meiner Familie und an meinen alten Jugendfreunden. Doch es schwingt auch Wehmut mit. Ich werde die Lehrgänge und Wettkampffahrten mit Schelle sehr vermissen und viele besondere Menschen hier. Meinen Sportler Kim, Trainer Oschi mit seinem Charme und Witz, meine Ersatzfamilie mit Jürgen, Andrea und Kim Julia, einen großen Teil meiner Ex Kollegen - ihr wart wirklich toll - meine Badmintonpartnerin Suse - gegen sie gewann ich nie einen Satz - meinen Radtrainingsbegleiter Jan - der mich mit seinem 20 Jahre alten Rennrad am Berg einfach stehen gelassen hat oder Karin und die langen Quasselnächte gespickt mit lecker Essen. Doch ich verspreche und das sind nicht nur leere Worte. Bei mir gibt es kein aus den Augen aus den Sinn. Das das über elf Jahre auch mit meinen "Ossifreunden" geklappt hat, so sehr, dass sie mit ein Grund sind, dass es mich nach Hause zieht, ist wohl ein Beweis dafür. Und wenn ihr mal in Berlin seid, dann würde ich mich freuen, wenn ihr Zeit für nen Café zum Beispiel auf dem Alex habt.

Passt in jedem Fall auf euch auf, bleibt gesund und habt Sonne im Herzen.

bis bald
eure Lilli

Freitag, 16. Dezember 2011

Time to say GOODBYE and THANK YOU

Meine Zeit in Kanada geht zu Ende und irgendwie spielen meine Gefühle Achterbahn. Auf der einen Seite freue ich mich auf meine Familie, auf meine Freunde und auf Weihnachten, auf der anderen Seite werde ich diese Zeit hier am anderen Ende der Welt vermissen.


Ich bin vier Monate durch ein Land gereist, was ich im vergangenen Jahr lieben gelernt habe. Keine Minute habe ich meine Entscheidung meinen Job aufzugeben und einfach mal an mich zu denken, bereut. Ich glaube, alle die meinen Trip ein wenig verfolgt haben, werden das gemerkt haben. Oft musste ich mich kneifen um zu realisieren, dass ich das alles nicht träume. Und ja, das ein oder andere Mal liefen auch einfach so Tränen über die Wangen. Tränen des Glücks und der Dankbarkeit. Dankbarkeit vor allem meiner Familie gegenüber. Klar habe ich das hier alles selber organisiert und gemanagt, ich bin ja auch schon groß, aber ohne die richtige Einstellung zum Leben, hätte ich vielleicht nicht das nötige Kleingeld auf meinem Konto gehabt, um das hier zu finanzieren. Und diese Einstellung hat mich meine Familie gelehrt.


Ich habe verrückte Typen getroffen, aber auch Menschen, die meine Reise so unvergesslich machen. Wäre ich ohne Susann, geborene Ossiline und nun in Frankfurt zu Hause und dem Schweizer Madel Steffi den Kings Thron hochgelaufen, wo ich mir vor Angst fast in die Hose gemacht habe? Hätte ich es ohne den Aussie Rob bis Alaska geschafft? Hätte ich die Northern Lights, die ATV Tour mit den Hundeschlitten oder die Wildlife Tour ohne die Jungs von Northern Tales so genossen? Hätte ich ohne Claudia aus München / Mannheim oder Anton aus Rotterdam, den ich nicht überreden konnte, Ajax Fan zu sein, die Aussicht vom Mount Edith Carvell so genießen zu können, ohne Ansgar aus Gießen, Melanie aus Frankreich, Lukas aus Tübingen, Marcio und Danielle aus Brasilien und den in München lebenden Franzosen Loic so angenehme Stunden in Jasper erlebt? Nicht zu vergessen die Thistle Farm in Kamloops. Oh man, ich hätte was im Leben verpasst, wenn ich da nicht gewesen wäre. Debbie, Dieter, Ryan, Hanny, Werner, Carol, Pat, Bran, Angela, Laura und und und. Und was wäre gewesen, wenn mein Bruder nicht zu Besuch gekommen wäre? Hätte ich im Luxus B&B Cedar Springs Lodge in Whistler bei Jackie und Jörn eingecheckt und nach dem Frühstück jeden Tag das Gefühl gehabt, drei Kilo zugenommen zu haben und die coole Ziptrek Tour gemacht? Wäre ich noch einmal in den Yukon zurückkehrt und hätte Jocelyne mit ihrer bezaubernden Tochter kennengelernt und einen Hundeschlitten im Tiefschnee bewegt? Hätte ich jemals festgestellt, dass Weißwein genau so lecker schmecken kann wie Rotwein, wenn ich nicht bei Großfamilie Stohler auf der Summer Gate Winery gewesen wäre? Hätte ich jemals so leckeres Butter Turkey gegessen, wie von French Man Stephean in Penticton oder hätte ich mir auf die letzten Tage noch den Lighthouse Park in Vancouver angesehen ohne den Tipp von Melvin aus Großbritanien? Wohl kaum. Thanks Guys for the fun, the laugh and the support.


Oft habe ich mir gewünscht, dass das was ich hier erlebe und erfahre auch der ein oder andere zu Hause könnte. Geteiltes Glück ist ja bekanntlich doppeltes Glück. Ich bin mir mehr als bewusst, dass nicht alle Menschen die Möglichkeit haben ihre Träume zu leben obwohl sie es so sehr verdient hätten. Anderen, die es könnten, kann ich nur raten, macht es!!! Es gibt ja nur das eine Leben und sagt nicht später mal. Wer weiß schon was morgen ist.


Wie es mit mir weitergeht in den nächsten Wochen, weiß ich noch nicht wirklich. Fest steht, Kanada wird mich Wiedersehen. Wann und wie das wird sich zeigen. Ich hab ja da noch meine To Do Liste zum abarbeiten. :-)


Also Leute ich wünsch euch Merry Christmas and a Happy New Year. Passt auf euch auf, wo immer ihr seid.


bis bald


eure Lilli

Dienstag, 13. Dezember 2011

Auf die letzten Tage


Nun liegt auch meine Reise durch das Okanagan Valley und die westlichen Kootenay Rockies hinter mir. Ich sitze im Bus Richtung Vancouver und meine Ohren bekommen einmal mehr Bad Meets Evil feat. Bruno Mars mit Lighters zu hören.
Mein erster Tag in Penticton war gleich erstmal ein Day off. Ich hatte wohl auch was von dem Magen Darm Virus der Weinfamilie abbekommen. Gestern noch bei der Christmas Parade, heute im Bett. Da gerade mal drei Leute im Hostel weilten, hatte ich meine Ruhe. Im Nachhinein erfuhr ich, dass keiner der sechs Familienmitglieder verschont blieb. Ich habe es aber überlebt und startete am Montag meine Rundreise. Ich watschelte zur Budget Station und hatte das Gefühl, der Angestellte wollte meine Nerven prüfen. Nach einer minutenlangen Diskussion ob ich nun Schneereifen brauche oder nicht und ich mich breitschlagen ließ, folgte die nächste Auseinandersetzung, was diese komische CDW Versicherung angeht. Die war aber genauso teuer wie die Automiete an sich und so änderte ich meine Reservierung und verkürzte diese von sieben auf vier Tage. Die Schneereifen bekam ich dann geschenkt. Also für die Mietdauer versteht sich. Was der gute Budget Mann mir aber verschwieg, war, dass die Miete an sich für vier Tage genauso teuer ist wie für eine Woche und ich nur an der Versicherung spare, die sich tageweise errechnet. Ich mochte noch nie Budget doch es war die einzige Rental Firma im Ort. Was kostet die Welt und los ging es. Über Okanagan Falls, Oliver, Osoyoos ging es weiter bis nach Greenwood vorbei an hunderten von Winerys, Seen und Hügeln. Am nächsten Morgen führte mein Weg mich weiter nach Nelson. Ein Traum war die Fahrt über den Bonanza Pass. Der Highway war komplett freigeräumt und rechts und links erstrahlte Canada im Winterglanz. Eine Stadt, die man auf seiner Reise unbedingt gesehen haben muss, ist Nelson. Am Fuße der Kootenay Rockies, am Kootenay River gelegen, steht dieser Ort ganz weit oben auf meiner Liste. Aber das ist eigentlich Blödsinn so eine Liste. Hier hat jedes Fleckchen irgendwie was besonderes und seine Geschichte. Nach einem kleinen netten Plausch im Tourismus Büro, verschaffte ich mir zunächst vom höchsten Punkt Nelson´s einen Überblick und erkundete dann die Stadt. Bevor meine Reise mich nach Nakusp am Upper Arrow Lake führte, spazierte ich am Kootenay River entlang und versuchte zu begreifen. Zu begreifen, dass ich auch noch nach 14 Wochen noch nicht aus dem Staunen herauskomme und zu begreifen, dass die Zeit hier bald vorbei ist. In Nakusp erwischte ich ein Traum Motel. Das Zimmer im Canyon Court Motel war schon fast vier Sterne wert. Ich entschied mich gegen einen Besuch der Hot Springs und genoss den Sonnenuntergang am Upper Arrow Lake. Der letzte Tag meiner Rundreise. Zunächst setzte ich mit der Fähre von Fauquier nach Needles über und fuhr dann durch die Berge nach Vernon, Kelowna und zurück nach Penticton. Kelowna ist eine Stadt, die ich gerne noch einmal im Sommer erleben möchte. Bei meinem Besuch lag dieser Ort im Winterschlaf und trotzdem hatte er was. Es fällt mir echt schwer, das hier alles so genau zu beschreiben - ansehen und selbst ein Bild machen. Und dann war ich auch schon wieder in Penticton. Das Zimmer teilte ich die Nacht mit einem Mädel aus Dallas. Die restlichen vier Tage war ich allein. Freitag Abend war Action im Hostel. Im Ort war ein Roller Derby. Ich hatte keinen Schimmer was das war, aber meine Neugier trieb mich zu diesem Event. Da gibt es also zwei Teams, welche im Kreis laufen und von jedem Team muss eine Rollschuhfahrerin versuchen sich einen Weg durch die gegnerische Mannschaft - ich glaub es waren je vier - zu bahnen, die sich auf der Runde vor ihr befindet. Es darf mit dem Körper geschubst werden, aber nicht geschlagen, getreten oder ähnliches. Wer die meisten Runden am Ende geschafft hat, hat gewonnen. Verrückt oder? Nicht ganz ungefährlich das ganze. Es gab auch einen Fussbruch. Das tat aber der Laune der Mädels am Abend nix ab. Das Bier, welches da floß, war nicht ganz unschuldig daran. Auf meinem Rückweg schaute ich noch kurz bei einem Nachwuchseishockeyspiel vorbei. Die kleinen gehen aber auch schon ganz schön zur Sache. Nach einem easy day, ging es Sonntag gleich zweimal in die Kirche. Ist ja dritter Advent und so ein bisschen Weihnachtsstimmung fand ich nicht schlecht. Morgens so ne Art Gottesdienst und Nachmittag in einer anderen Kirche ein Theaterstück mit Choruntermalung. Während das Vormittagsprogramm nicht so mein Ding war, war ich vom Theater sehr angetan. Zwischendurch war ich auch noch im Casino, wo ich 17 Dollar Gewinn für mich verbuchen konnte. Wieder zurück im Hostel, war Stefan aus Frankreich, seines Zeichen Surfer und Snowboarder angereist. Coole Bilder aus Hawaii und aus den Bergen. Und interessant was man bei so einem Fotoshooting bei Burton oder Rossignol verdienen kann. Da war es auch nicht weiter tragisch, dass er mal eben 500 Dollar irgendwo verloren hat. Mit ihm und einem Ukrainer ging es am Abend zunächst in eine Kneipe, wo wir einen mega Berg Nachos aufgetischt bekamen, von den Getränken möchte ich nicht sprechen und anschließend ins Kino zu „New Year Eve“ gingen. An meinem letzten Tag verspielte ich meinen Gewinn im Casino wieder und verlasse somit das Okanagan Valley anders als erhofft nicht als Millionärin. Doch Geld macht bekanntlich nicht glücklich und somit hat das auch was gutes.
Meine letzten Tage in Vancouver werden eher von der ruhigeren Sorte werden. Spaziergänge, hier und da vielleicht noch ein kleines Mitbringsel besorgen und dann ist ja bald Weihnachten und Zeit zur Familie zu fliegen. Ich melde mich aber hier noch einmal.
bis dahin
eure Lilli

Dienstag, 6. Dezember 2011

Riesling, Muskat oder Kerner....

... gab es 2,5 Wochen zur Genüge. Ich war bei Familie Stohler auf der Summer Gate Winery zu Gast. So eine Anreise von Vancouver nach Summerland im Okanagan Valley kann ganz schön dauern. In den Hauptrollen: der Bus - wie sollte es auch anders sein - und meine Wenigkeit. Ich wollte den ersten Bus um 09:30 Uhr nehmen und war so um 08:00 Uhr im Busdepot. Doch der Bus war ausgebucht. Hmmh. Der nächste um 12:30 Uhr auch. So blieb mir erst der Bus um 14:15 Uhr. Okay dann kaufe ich halt ein Ticket dafür. Wie meine Kreditkarte funktioniert nicht? Der Bankautomat im Busdepot spuckte kein bares aus - das machen nämlich nicht alle Automaten in Kanada und so lief ich nach Chinatown zur nächsten Canada Trust Bank. Mein Gepäck stellte ich im Hostel ab, damit ich es nicht die ganze Zeit rumschleppen musste. Wieder zurück mit genügend cash, bekam ich mein Ticket trotzdem nicht. Ohne Gepäck was gewogen werden muss, kein Ticket. Aaaaah. Zurück zum Hostel, Gepäck geholt und dann hatte ich endlich meinen Fahrschein. Gut, dass mittlerweile kurz nach 9:00 Uhr war und ich nur noch fünf Stunden totschlagen musste. Irgendwann saß ich dann im rappelvollen Bus und los ging die Reise. Schnell war klar, dass wir in Westbank, wo ich umsteigen musste, nicht pünktlich ankommen werden. Der Winter war eingebrochen und da die Trucks die rechte Spur blockierten, war für alle anderen Fahrzeuge nur eine Spur frei. Mit 45 min Verspätung erreichten wir Westbank. Der Bus nach Summerland wäre eigentlich seit 30 min weg, aber da ich wohl nicht die einzige war, wartete dieser. Kurz vor 22 Uhr war ich am Ziel. Gillian holte mich freundlicherweise an der Station ab und gemeinsam ging es dann auf die Summer Gate Winery. Die vier Kids waren schon in ihren Betten und so begrüßte mich noch der Chef des Hauses Mike und Julian, ein junger Deutscher.

Die nächsten Tage gestalteten sich ganz anders als auf der Thistle Farm. Ich arbeitete nicht 6 h am Stück sondern immer mal wieder über den Tag verteilt. Dazu gehörten z. B. Äpfelbäume verschneiden, Winery säubern, Weintanks reinigen, Wein umfüllen, Schnee schieben, Bäume und die Winery mit Lichterketten schmücken, Hausaufgaben mit den Kids machen, spielen mit den Kids, beim Essen zubereiten helfen, Haus putzen etc. Das bei Nicola (2), Tobias (5), Natasha (8) und Katharina (10) immer Trubel herrschte, kann sich sicherlich jeder vorstellen. Trotzdem war mir zwischendurch manchmal ganz schön langweilig. Einzig am Tag des Light up Festival´s und einen Tag später bei der Weinverkostung war ich richtig gefordert. Naja ich war halt ein wenig zu spät, um bei der Weinernte mithelfen zu können. Dennoch lernte ich hier ne ganze Menge.

Und meine Snowmobiltour bekam ich auch noch. Dank des großen Grundstücks machte das auch richtig Laune und das auch noch für umsonst. Zwei kleine Hikingtouren schob ich zwischendurch noch ein, ansonsten war es in Sachen Naturerlebnissen ruhig. Eigentlich wollte ich hier bis kurz vor meinen Abflug bleiben, doch dann habe ich vom so umschwärmten Okanagan Valley im Prinzip nix gesehen. Also nehme ich mir jetzt noch einmal ein paar Tage ein Auto und sag in Oliver, Osoyoos, Nelson, Nakusp, Vernon und Kelowna "Hello".

bis denne

eure Lilli

Dienstag, 15. November 2011

Big Brother in Canada


Und schon wieder gibt es jede Menge zu berichten. Mein big Brother war zehn Tage im Land und der alte Mann musste ganz schön ran. Naja er kennt mich ja lange genug um zu wissen, dass faul rumhängen nicht mein Ding ist. Los ging es mit einer Sightseeing Tour durch Vancouver. Am Ende des Tages war René der Meinung, er hätte Vancouver fünfmal umrundet, dem war aber in Wirklichkeit überhaupt nicht so. Ich habe mich ja schon breitschlagen lassen, den Weg in den Stanley Park nicht zu Fuß zurückzulegen sondern den Bus zu nehmen. Am nächsten Morgen fuhren wir auf den Grouse Mountain. Aber viel los war da noch nicht. Die Gondel war zwar offen, aber oben wurde mit Schneekanonen nachgeholfen und der Eye of the Wind hatte auch geschlossen. So blieben wir nicht wirklich lange da und fuhren zurück nach Vancouver. Nach einem Bummel über die Robson Street ging es zum Footballspiel der BC Lions gegen Montreal. Die BC Lions gewannen haushoch mit 43:1. Übrigens kostet hier ein Bier umgerechnet 10 Euro.
An Tag drei ging es Richtung Whistler. Premiere auch für mich was die Nutzung des Greyhoundbus betrifft. Klappte alles ganz gut und nach knapp drei Stunden waren wir in unserem Luxus B&B angekommen. Am Abend inspizierten wir noch den olympischen Platz und gingen lecker im Amsterdam Pub essen. Dann war der Ziptrek Tag gekommen. Bissl Respekt hatte Brüderchen aber ich war locker drauf. Ich weiß bis heute nicht, warum ich beim Wasserskifahren mir damals so in die Hosen gemacht habe. Fünf Ziplines hatten wir zu bewältigen und es war mega cool. An der Freestyle Zipline trauten sich nur ein Mann und ich rumzuhampeln und auf dem Kopp sich zu drehen. Alle fünf Teilnehmer kamen heil wieder unten an und überlegten schon eine anspruchsvollere Tour gleich hinten ran zu hängen. René und ich liefen dann noch einmal hoch Richtung Blackcomb und sahen uns die Bob- und Rodelbahn an. Hatte irgendwie was. Am Abend gab es im irischen Pub lecker Essen bevor der Tag in der örtlichen Eishalle beim Thekenmannschaftshockeyspiel Summit vs. Dusty endete. Weiter ging es leider mit Dauerregen. Dazu passte meine fette Erkältung und meine Gliederschmerzen. So liefen wir nur kurz runter in die Stadt, nahmen zurück den Bus und chillten im B&B. Auch am nächsten Tag wollten die Wolken nicht verschwinden und nach einem kleinen Spaziergang an den Green Lake machten wir es uns im Hot Tub gemütlich. Später statteten wir dem Historic Museum noch einen Besuch ab. Obwohl ich jetzt nicht so der Museumsgänger bin, war ich doch angetan vor allem von der Olympiageschichte. Mit dem vierten und damit letzten 4 Sterne Frühstück endete unserer Aufenthalt.
Zurück in Vancouver ging es zu der Capilano Suspension Bridge. Bei Denny´s gab es lecker Abendessen und dann ging es ab in die Kiste.
Denn am nächsten Morgen ging es in das 2.500 km entfernte Whitehorse. Einfachhalber nahmen wir den Flieger. Und hier war er endlich. Der Schnee. Unser Zuhause für die nächsten zwei Tage sollte die Sky High Wilderness Ranch sein. Ohne Elektrizität und Warmwasser. Back to the roots. Ja auch das hat mir gefallen. Abend ging es noch auf Schneeschuhwanderung und dann warteten wir leider vergebens auf die Northern Lights. Die Wolken. Mal wieder. :-( Als ich am nächsten Morgen aus dem Bett kroch, hatte ich Besuch. Susann, die ich bei meinem ersten Stop in Whitehorse kennenlernte, war da. Cool. Wir hatten uns von den letzten Wochen viel zu erzählen, doch irgendwann war es 12 Uhr. Vier Stunden Sled Dog Tour. Das das so anstrengend ist, hätte ich nicht gedacht. Meine Hunde waren so stark. René´s machten auf dem Rückweg langsam schlapp, meine waren nicht müde zu bekommen. Im Schnee lag ich mit dem Schlitten sieben Mal. So oft wie wohl noch niemand, wie ich später hörte. Einmal waren meine Hunde samt Schlitten weg. Ich weiß nicht wie viel Bäume ich touchiert habe, es waren einige. Und während ich hier schreibe und mir die Bilder dieser Tour durch den Kopf gehen, meldet sich auch mein Muskelkater im Bauch und in den Armen. Hat bestimmt auch noch keiner gehabt. Aber Lilli ist eh anders als die anderen und das ist auch gut so. Fazit: Awesome. Nach einer kurzen Nacht ging es zurück nach Vancouver. Ich zog ins Hostel und dann ging es auf Andenkeneinkauf. Mit vollen Taschen checkte René am Flughafen gen Germany ein und ich machte mich auf den Rückweg zum Hostel.
Meine Reise geht nun weiter nach Summerland im südlichen Okanagan Valley auf eine Weinfarm. Bleibt zu hoffen, dass ich nicht jeden Abend besoffen ins Bett falle. Grins.
bis bald
eure Lilli