Freitag, 25. Oktober 2013

Buon giorno aus Italien

Ja ich bin mal wieder im Urlaub. Nur kein Neid, bitte. Ist ja auch schon wieder fast vorbei und bei dem was zwischen den Urlauben alles auf meiner Agenda stand und auch danach noch steht, wird sicherlich jeder mitfühlen, dass da mal  Ruhe angesagt war. Meine Kollegin Monique gab mir auch kürzlich zu verstehen, dass ich, um es mal positiv auszudrücken, nicht mehr soooo jung bin.

Ruhig ging es im Juli zu. In der alten Försterei sind elf Unioner und elf Schotten freundschaftlich, im Rahmen der Eröffnung der neuen Haupttribüne, einem Ball hinterhergelaufen und ick war mit meinem Lieblings Unioner dabei.

Bei brütender Hitze entführte ich drei Hauptstadtmädels in den Spreewald. Zwei von Ihnen waren noch nie hier. Kaum zu glauben. Mit den Rädern ging es von Burg nach Dissen, dort gab es Geschichte im Heimatmuseum für die Ohren. Auf dem Rückweg noch ein Picknick im Grünen, ein kurzes Bad in der Spree und zum Glück am Ende noch den letzten Kahn für eine kleine Tour erwischt.

Ein paar Tage später lösten mein Cousin Martin und Freundin ihr Weihnachtsgeschenk ein. Die Toten Hosen waren in Berlin. Andy zeigte den beiden im Schnelldurchlauf ein wenig die Hauptstadt und ich begleitete die beiden am Abend zum ehemaligen Tempelhofer Flughafen. Wirklich schönes Konzert.

Sportlich ging es eine Woche später weiter. Beachvolleyballturnier. B & O, die für unser Unternehmen tätig ist, hatte geladen. Zunächst gingen alle Spiele in die Hose, wir haben gekämpft, aber am Ende leider immer verloren. Im letzten Spiel mobilisierten wir noch einmal alle Kräfte und schafften das schier unglaubliche. Wir gewannen. So beendeten wir das Turnier auf einem respektablen fünften Platz der sechs teilnehmenden Teams. Am folgenden Samstag radelte ich nach Ahrensfelde zur Kids-Tour. Diese Events nutze ich um mal wieder bei den NRW Leuten "Hallo" zu sagen. Und da ich das Gefühl habe, dass diese nicht abgeneigt sind, werde ich sie auch in der Zukunft, das ein oder andere Mal mit meiner Anwesenheit beglücken. Am Abend hatte ich noch ein weiteres Date. Mein Radl- und Wanderfreundin Karin aus Bochum war mit ihrem Freund ein paar Tage in Berlin. Wir schleiften sie zu unserem Italiener des Vertrauens und hatten ein wirklich tollen Abend. Der Gegenbesuch ist für den Dezember terminiert. Da spielt nämlich Union in Bochum.

Tim geht in die Schule. So richtig wahrhaben wollte das die Mama wohl am wenigstens. Aber da muss sie jetzt durch. Wir hatten mal wieder Familienparty in Sachsen auf dem Plan und die Flasche Ramazotti haben meine Augen spät aber Gott sei Dank nicht zu spät, auch entdeckt. Die Anreise aus Berlin dauerte jedoch diesmal etwas länger. Lilli wollte unbedingt zu den Cottbuser Nächten auf die Cottbuser Radrennbahn. Was Ebi Pöschke da wieder auf die Beine gestellt hat. Okay er nicht alleine, aber trotzdem. Chapeau vor diesem Herrn.

Zum ISTAF ins Olympiastadion wollte ich schon immer. Dieses Jahr klappte es nun. Freundin Jacqui war mal wieder als Volontärin dabei. Nun gut, wenn man Hummeln im Hintern hat, ne?! :-) Robert Harting lieferte eine tolle Show und auch die Kugelstoßer, Weitspringer und Läufer begeisterten.

Eine Woche später war ich wieder an der Reihe. Zehn Kilometer quer durch den Tierpark. Eine fünf Kilometer Runde und anschließend zwei Runden á 2,5 Kilometer. Bei mir ging an dem Tag nix. Andy erzählte später, ich sah nach der großen Runde wie der Tod auf Latschen aus. Gut, dass im Ziel keine Schippe rumlag, ich hätte mich eingebuddelt. 1:05:10 h. Himmel. Die süß sauren Eier danach bei Schwiegermuttern hatte ich mir eigentlich nicht verdient.

Die sturmfreie Bude meiner Eltern nutzte ich am letzten Septemberwochenende. Auf der Radrennbahn in der Lausitz war die Herbstsichtung des Bund deutscher Radfahrer und wie es sich gehört, fuhr ich dahin mit dem Rad. Papa machte mir vor seinem Urlaub sein bestes Stück fertig. Ein altes Diamantrad mit Gesundheitslenker und ohne Schaltung. Ähhhm. Wie jetzt die Tangente am Energiestadion hochkommen? Hallo? Mit viel Willenskraft meisterte ich auch das und schob im NRW Bereich, die Kids von der Bank, setzte mich und versuchte wieder den Puls unter Kontrolle zu bekommen. Zwei Tage war ich wieder mittendrin im Geschehen, packte Samstag Abend meine sieben Sachen und fuhr zurück nach Berlin - mit dem Zug wohlgemerkt. Am Sonntag feuerte ich dann mit Kollegin und Freundin Peggy die verrückten Leute an, die 42 Kilometer durch Berlin liefen. Nee, das wird mir nie passieren, dann doch lieber mit Papa´s Rad 42 Mal die Tangente hoch.

Jetzt war schon wieder die Zeit des Münsterlandgiros. Meine Hilfe war auch in diesem Jahr gefragt. So machte ich mich am 1. Oktober mittags auf den Weg zunächst nach Düsseldorf. Ich kam ganz gut durch bis ich die City erreichte. Ist ja schlimmer wie in Berlin. So kam es, dass ich meine alte Wirkungsstätte erreichte, als die meisten in den Feierabend gingen. Kurz noch ein Schwätzchen mit meinem alten Teamleiter und die Erkenntnis: Alles richtig gemacht vor zwei Jahren und die Zelte abgebrochen. Mit Steffi und Anne ging es dann zum Abendessen. Hier über Gott und die Welt geplaudert und zu später Stunde fuhr ich weiter nach Münster. Ruhig schlafen - Fehlanzeige. Ich entdeckte einen Fehler in meiner Startliste und so machte ich mir die halbe Nacht Gedanken, wie das Problem zu lösen ist und ärgerte mich über meine Schussligkeit. Am nächsten Morgen joggte ich mir zunächst den Kopf frei, frühstückte ausgiebig und fuhr dann zur Permanence. Hier traf ich u. a. meinen alten Trainer Achim Schmiedel, der ja mittlerweile solchen Leuten wie Tony Martin die Muskeln lockert und  wechselte ein paar Worte. Dann ging es auch schon los. Die Teamleiter meldeten ihre Mannschaften an, ich hatte soweit alles administrativ im Griff und auch mein Startlistenproblem wurde am Ende gelöst. Vor dem Abendessen noch kurz am Schlossplatz vorbei, meinen Arbeitsplatz für morgen gecheckt und ab ins Hotel. Zu spät war ich im Bett und zu früh wieder auf den Beinen. Der Tag begann recht entspannt, wurde zum Ende stressiger, aber alles in allem war es angenehmer wie 2012. Eine wichtige Rolle spielte hier auch das Wetter. Es regnete nicht, die Sonne schien und dadurch waren alle lockerer drauf. Auch die Suche nach einem zweiten Siegerehrungsmädel für das Profirennen war noch erfolgreich. Was ich beeindruckend finde, ist, dass viele der Helfer und Helferinnen inzwischen ihren Wohnort wechselten - in Freiburg, München und sonst wo ihre Zelte aufgeschlagen haben, doch alle kommen sie am 3. Oktober nach Münster und packen weiterhin Jahr für Jahr mit an. Nach einem langen Tag ging es noch zurück nach Hause. Dabei habe ich es nicht versäumt die Braunschweiger noch finanziell zu unterstützen. Mal schauen, wie viel auf der Spendenquittung steht, wenn sie mich vom Ordnungsamt erreicht.

Das ich die Zeit vom Tierparklauf nicht so stehen lassen konnte war klar und so entschied ich mich kurzfristig, die Asics Grand 10 zu laufen. Start war am Schloss Charlottenburg, weiter ging es zur Siegessäule, durch den Zoo zurück zum Schloss. Gerne hätte ich die Stundenmarke geknackt. Am Ende fehlten 31 Sekunden. Eindeutig Kopfsache. Bis km 8 war ich in der Zeit, doch dann ließ ich nach  - im Glauben es auch so zu schaffen. Also muss ein nächster Zehner her. Die 1 vorne muss weg.

Nun war erstmal Urlaub. Easyjet brachte uns in die Toskana, genauer gesagt nach Pisa. Hier war ich als Teeni das letzte Mal, als wir im Rahmen eines Trainingslager in Cesenatico einen Tagesausflug in die Stadt des schiefen Turms unternahmen. Mit dem Auto ging unsere Reise weiter in die Nähe von Florenz. Wir hatten auf Salvadonica gebucht. Was für ein Gelände mit eigenem Weinberg und wahnsinnig weitläufig. Die Aussicht in die toskanische Landschaft - ein Traum. Meine Canon kam teilweise überhaupt nicht zur Ruhe. Nach zwei Tagen auf dem Landgut verschlug es uns nach Florenz. Hier wurden meine Nerven auf die Probe gestellt. Auto fahren ist hier nicht ohne trotz Sicherheit im Hinterkopf, dass wir Vollkasko haben. Zwei Tage später war Siena an der Reihe. Viel, viel angenehmer als Florenz und auch ansehnlicher. Nicht das Florenz nichts her macht, aber Siena ist schon schicker. Den letzten Tag genießen wir noch einmal bei angenehmen Temperaturen und Sonne auf der Terrasse, beobachten ein letztes Mal hier den Sonnenuntergang, schlürfen ein letztes Mal Capovolto Colli Toscana Centrale 2008 und sagen Grazie. Das einzige Manko, was es hier zu beklagen gab, war das Essen. Das Frühstück war lecker, aber alles andere, egal wo wir aßen, hat uns nicht überzeugt. Morgen gibt es ja wieder Essen aus dem heimischen Ofen. Also alles gut.

Bevor es dann ab Montag im Büro in den Jahresendspurt geht, wühle ich mich am Sonntag noch ein wenig durch den Matsch. Die Cross Challenge wird sicherlich richtig lustig. Davon jedoch mehr beim nächsten Mal.

Passt gut auf euch auf.

bis bald

eure Lilli

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