Dienstag, 14. Juli 2009

Und auf einmal war Stille in Innsbruck (06.-12.07.2009)

Nach dem Frühstück in unserer netten Pension ging es circa 500 Meter abwärts nach Landeck. Um 10.30 Uhr sollte hier der Start der zweiten Etappe der Österreich Rundfahrt erfolgen. Ich wollte vorher noch bei Martin vorbeischauen, doch Karin schleppte mich auf Shoppingtour. 20 Minuten vor dem Start wurde ich ganz hippelig und seilte mich ab. Gott sei Dank traf ich Martin noch kurz, konnte noch ein paar Worte wechseln, ein Foto schießen und schwups musste er auch schon wieder um die Wette radeln. Karin und ich gingen noch schnell in den Vip Bereich Cafe trinken, ehe es zur ersten Wanderung ging. Mit dem Auto fuhren wir zum Kaunergrat, dann ging es weiter zur Aifner Alm. Richtig Spaß hatte ich an dem Tag nicht. Ich war mal wieder am kränkeln. Halsschmerzen und etwas Gliederschmerzen. Aber aufgeben gibbet nicht. Auf der Alm angekommen, schlürfte ich nen Kakao und dann gings abwärts. Am Ausgangspunkt noch durch´s Museum geschlendert und schlussendlich war ich froh zeitig im Bett zu liegen.

Karin nahm meinen Vorschlag zum Zammer Lochputz zu fahren an und so ging es wie der Name schon sagt nach Zams. Obwohl noch nicht ganz fit, wollte ich den Tag nutzen also kletterten wir nach Kronburg rauf. Als Belohnung gab es lecker Erdbeerkuchen. Los weiter die Schlucht hier oben entlang. Ein bisschen Kraft hatte ich danach immer noch also noch mal 20 Minuten zur Burgruine rauf. Jetzt zog sich der Himmel ganz schön zu also mussten wir uns hinunter ins Tal beeilen. Hier kamen wir auch noch trocken an, aber wir hatten noch gut 30 Minuten zum Auto. Was tun? Los wir trampen. Zunächst wollten uns ein paar Kiddis auf ihren Mountainbikes mitnehmen, aber das wäre keine so gute Idee gewesen dachte ich mir. Also das nächste Auto angehalten. Äääähm. Wie weit ist noch bis zur Venetbahn? Diese Frage war alles was wir rausbekamen. In das Auto wollten wir auf gar keinen Fall einsteigen. Endlich die ersten Häuser. Wir waren inzwischen pitschenass. Hallo. Fahren sie zufällig mit dem Auto jetzt weg und an der Venetbahnstation vorbei? Die Türkin erwiderte und schon hatten wir Unterschlupf. Mit dem Sohn noch kurz Zaubern im Auto gespielt, im Supermarkt was zum essen geholt und dann unter die heiße Dusche.

Der Mittwoch führte uns nach Innsbruck. Karin hatte sich mit einem Bekannten verabredet. Vorher waren wir wieder auf der Suche nach Schnäppchen, fanden aber nicht wirklich was. Da war Landeck schon ne Ecke günstiger. Nach dem Mittagessen in einer leckeren Pizzeria warteten wir auf Remo. Und kurz bevor es zu dem Treffen kam, stand ganz Innsbruck mit einmal still. Was war geschehen? Wir hatten gerade einen Tisch direkt neben dem goldenen Dach ergattert, also Karin sich drehte und mit ihrer Tasche den Tisch abräumte. Klirr. Gespenstische Ruhe für einige Sekunden und danach tosender Applaus. Nun kannte uns jeder. Wieder zurück in Tobadill ging es auf die MTB´s. Puh was bin ich kurzatmig geworden. Wie lange geht es denn noch bergauf???? Endlich oben und abwärts. Jipi. Wenigstens bissl Technik habe ich noch hinbekommen. Und dann? Peng. Plattfuß vorne aber alles gut ausgesteuert. Gut, dass es nicht mehr so weit bis zur Unterkunft war. Den Abend ließen wir locker mit einer DVD ausklingen.

Sonnenbrand gab es beim Lauf über die 2.000er Berge. Mit der Venetbahn fuhren wir hoch, liefen über den Venet, das Kreuzjoch zum Imsterbergjoch. Ich bekam sogar meinen Schnee zu Gesicht. Aus zeitlichen Gründen ging es nun langsam bergab. In der Galflun Alm machten wir Mittagspause. Karin bestellte sich ihren heiß ersehnten Kaiserschmarn und ich nahm Käsespätzle. Aber diese gab ich fast komplett wieder zurück. Nee sie waren schon lecker, aber essen war in dieser Woche nicht gerade meine Stärke. Nach fünf Stunden in den Bergen fuhren wir mit der Seilbahn wieder hinab. Und wieder hatten wir mit dem Wetter Glück. Wir waren auf unseren Zimmern und schon bald ging ein heftiges Gewitter nieder.

Unser Weg führte nach Imst. Hier besuchten wir die Touristeninformation und ließen uns wie der Name schon sagt informieren. Denn zum shoppen eignete sich diese Stadt nicht. Wir entschieden uns für eine MTB Tour durch das Gurgltal. Zwei Stunden auf relativ einfacher Strecke rumgekurvt, Räder wieder eingepackt und in der Pension das Ende der Tour Etappe verfolgt. Mit dem Auto gondelten wir noch durch die Gegend, fuhren in diverse Sackgassen, kamen aber immer wieder zurück. Dumm nur, dass in Landeck und Umgebung ab 18 Uhr die Bürgersteige hochgeklappt werden. So tranken wir in einem Hotelcafe noch einen Kakao und kehrten dann nach Tobadill zurück.

Ein weiteres Mal ging es nach Imst. Liane wollte so gerne in die Rosengartenschlucht. Eine Stunde bergan über diverse Brücken, vorbei an der blauen Grotte erreichten wir Hoch-Imst. Nun hätten wir mit dem Lift weiter zur Alm fahren können, doch wir sind ja jung und so gingen wir eine weitere Stunde zu Fuß bergauf. Jetzt hatten wir uns aber die Fahrt mit der längsten Achterbahn verdient. Das war wieder was für mich. In Hoch-Imst gab es Nudeln und anschließend führte uns der Weg wieder ins Tal. Pünktlich zu den letzten zehn Kilometern der Tour Etappe waren wir wieder vor dem Fernseher. Tasche packen und zum Abschluss wollten wir zum Feuerwehrfest des Ortes. Doch wo ist das???? Da ist ein Zelt aaaaaaaaaber da ist ja gar nix los. Los dann zurück zu den zwei Typen die da eben in der Kurve standen. Wo sind die hin? Wir fuhren geschätzte zehn Mal durch´s Dorf, doch sie waren unauffindbar. Als Trost gab es als Henkersmahlzeit Pommes rot weiß.

Nach dem Frühstück ging es Richtung Deutschland. Kurz vor der Grenze noch mal vollgetankt. Das sind Unterschiede. 17 Cent pro Liter. In der Nähe von Frankfurt Cafepause. Wir besuchten Peg noch in ihrem neuen Zuhause. Wirklich schicke Wohnung und Lenny ist gewachsen. Mensch. Um 18 Uhr war der Urlaub zu Ende. Hilden war erreicht. Auto auspacken, Waschmaschine ansetzen, Mietwagen zurückbringen, Fotos von der Kamera ziehen und in Erinnerungen schwelgen. Da war er vorbei der Urlaub. Jetzt wartet wieder der Alltag.

Bis zur nächsten Woche

Eure Lilli

Mittwoch, 8. Juli 2009

Der Berg ruft (29.06.-05.07.2009)

Weiter geht's mit dem vollen Terminplan. Nach Feierabend fuhr ich mit der Regionalexpress zum Flughafen um mein Auto zu holen. Hiiiiiiilfe. Sauerstoff. Gut, dass ich nicht jeden Tag Zug fahren muss. Rappelvoll ist noch untertrieben. Mit dem Auto ging es dann weiter zum grillen oder zur Vorstandssitzung der Radsportjugend. Waren zwar nur sechs Leutchen da, aber so waren genug Würstchen für Klaus und Sascha vorhanden. Hi, hi. Das ist die Rache für das Lustigmachen meiner Stimme. Diese hatte ich seit dem Zeitfahren immer noch nicht wieder. Gegen 23 Uhr war ich dann nachdem ich Chauffeur spielte, in Hilden angekommen.

Den Dienstag nutzte ich für Haushalt und ähnliche Dinge, denn das war der einzige Tag wo es diese Woche wieder möglich sein sollte.

Letzter Arbeitstag die Woche. Halt. Stimmt nicht. Da kommt später noch was zu dem Thema. Um 15 Uhr raus aus dem Büro und ab zum Termin in Wuppertal. Ich war unpünktlich, weil irgendeiner durch den Werstener Tunnel nicht ungeschoren kam. Wieder in meinen vier Wänden legte ich mich ne Runde auf die Couch. Ich hatte mal wieder jämmerliche Kopfschmerzen. Irgendwann raffte ich mich auf und machte mich ans Tasche packen.

Denn nun ging es zur Ferienfreizeit an den Cappenberger See. Die Radsportjugend NRW hatte geladen. 30 Kids wollten vier Tage zusammen verbringen. In der Jugendherberge checkten alle ein, dann folgte die Begrüßung, mein Kennenlernspiel was nicht so ganz gut funktionierte, da es geschätzte zehn Julians und zehn Lukas gab. Na egal. Nach dem Mittagessen ging es auf die Räder. Ich hatte die geübten und wir fuhren mit Waldemar eine 40 Kilometer Runde. Reicht ja auch für den Anfang. Wer ist jetzt schon wieder Waldemar? Ich kannte ihn bis dato auch nicht, aber er kannte mich wie ich feststellen konnte ziemlich gut. Nach der Kamelrunde malten wir mit den Kids T-Shirts bzw. Katja malte mit ihnen. Das ist nicht so mein Ding. Grins. Um 22 Uhr war Nachtruhe und dann war meine Zeit gekommen. Manchmal hab ich echt nur Blödsinn im Kopp. Um Mitternacht war aber dann auch ich unter der Bettdecke verschwunden.

Kamelrunde aber diesmal mit den kleinen. Die sind echt süß. Wie am Vortag gab es eine Bergwertung wo ich für die ersten drei je ein Eis sponserte. Damit sich auch alle das Mittagessen verdient haben, ordnete ich noch eine Runde Gymnastik an. Aufgeregt schaute ich immer wieder auf die Uhr wann es denn nun 14 Uhr ist. Warum? Es stand meine Premiere im Tretbootfahren an. Erstmal noch bissl am Preis feilschen und dann ging es mit zehn Booten los. Hat Gaudi gemacht. Es folgten eine Reifenwechselspiel und eine Rallye. Für mich ging es an diesem Abend noch zurück in die Itterstadt. Man kann halt nicht alles im Leben haben. 200 Fotos ins Internet hochgeladen und gute Nacht.

Von 9.30 Uhr bis 12.00 Uhr saß ich beim Friseur. Aaaaaaaah. Ich habe doch gar nicht soviel Zeit, schnell noch in die Stadt bissl shoppen, in Radladen nen Vorbau und nen Lenker gekauft und weiter ins Büro. Genau. Deshalb war irgendwie Mittwoch doch nicht der letzte Arbeitstag der Woche. Irgendwie hatte ich vor meinem Urlaub Bauchschmerzen ob alles klappen wird und deshalb versuchte ich wenigstens das aufgelaufene von Donnerstag und Freitag wegzuarbeiten, was mir auch gelang. 3,5 Stunden später bekam mein MTB schon eine Wäsche, der neue Lenker samt Vorbau wurde montiert, dann folgte eine Bügeleinheit und dann das laaaaaange Warten auf meine Urlaubsbegleitung Karin, die dann gegen 24 Uhr eintraf.

Und? Wir sind erst mal zu MC D. Um 1 Uhr schlossen wir die Äuglein und sollten diese wieder um 5.30 Uhr öffnen. Kurz nach 6 Uhr ging es dann Richtung Berge. Nach sieben Stunden Fahrt waren wir angekommen. Tobadill, ein kleines Bergdorf in über 1.000 Meter Höhe in Westtirol. Na klar wollten wir gleich erst mal den Ort erkunden, doch ein Schauer hielt uns hiervon ab. Also erst mal ne Runde Mittagsschlaf. Dann ging es runter nach Landeck, hier im Cafe ne Kleinigkeit getrunken und ab zum Meet & Greet im Schloss Landeck. Die zweite Etappe der Österreich Rundfahrt sollte am kommenden Tage hier starten und so trafen sich wichtige Leute zum Treffen und Grüßen. :) Karin und ich auf Einladung mittendrin. Lange waren wir nicht ohne Gesprächspartner. Der Rotwein und das Essen waren gut und so konnten wir gut gesättigt in unsere Pension zurückkehren.

Bis zur nächsten Woche

Eure Lilli

Dienstag, 30. Juni 2009

Mammutprogramm (22.-28.06.2009)

Das wird ne Woche. Aber Zeitmanagement ist alles. Der Montag ging noch relativ ruhig von statten. Ich musste einen Laden finden, der meine Hochzeitszeitungen bindet, also die von mir gestalteteten und für die Hochzeit meiner Tante gedachten. Dies klappte und so war auch der Punkt auf der To Do Liste für diese Woche erledigt.

Freundschaftsdienst. Bis 17 Uhr im Büro gehockt, schnell nach Bochum ein Rad im Lager geholt und weiter ging es nach Beckum. Hier das Rad abgeliefert und wieder zurück nach Hilden. Und schon war auch der Nachmittag / Abend um.

Letzter Arbeitstag die Woche. In der Mittagspause schnell die Zeitungen abgeholt. Dann hieß es schnell Tasche packen und nach Monaten mal wieder bei Jürgen und Andrea zum Abendessen vorbeigeschaut. Wurde mal wieder höchste Zeit. Im Garten bissl Badminton gespielt, wo ich natürlich unschlagbar war und dann lecker Grillfleisch und -wurst reingezogen. Als der Gong fast ertönte, verabschiedete ich mich.

4 Uhr rasselte der Wecker. Hiiiiiiiiilfe. Waschen, anziehen, Tasche schnappen und los Richtung Flughafen. Gut, dass ich schon groß bin und auch selbstständig aufstehen kann. Hätte ich mich auf meine Mama verlassen, wäre der Flieger ohne mich gestartet. Eingecheckt und los ging es. Um 7.30 Uhr hatte ich Dresden erreicht aber wo ist mein Abholservice??? Ich muss jetzt nicht etwa mit dem Zug weiterfahren??? Nach 30 Minuten bangen warten, kam endlich das Taxi. Timi hatte es sich auch nicht nehmen lassen mich gleich in Dresden zu begrüßen. Mama und Papa wollten ihm Flugzeugen zeigen aber er fand die Rolltreppe viel interessanter. Weiter ging es nach Bautzen, zum Mittag gab es die gewünschten sauren Eier, ich holte den Mietwagen ab und dann musste ich meine Äuglein für zwei Stündchen schonen. Wieder wach ging es alsbald auch schon zum Polterabend ins Nachbardorf. Meine Aufgabe war es an diesem Abend das Geschehen mit der Kamera festzuhalten. Hab mich wohl bei der Hochzeit meiner Cousine ganz gut angestellt, dass ich wiederholt dazu eingeteilt wurde. Kurz vor 1 Uhr begann dann auch noch mein Fahrdienst. Erste Fuhre wieder heimgeschafft und die zweite geholt. Auf dem Rückweg schloss ich fast noch Bekanntschaft mit einem Reh. Aber es fehlten circa drei Meter. Glück gehabt.

Um 1.30 Uhr lag ich dann endlich in der Kiste. Ausschlafen war aber nicht drin. Um 9.30 Uhr saß ich schon wieder im Auto um nach Cottbus rüberzufahren. Normal beträgt der Weg zeitlich gesehen 1.30 h Fahrtzeit, aber aufgrund diverser Baustellen benötigte ich über zwei Stunden. Dann noch schnell bei den Eltern vorbei, Brötchen für nen hungrigen Kerl geschmiert, der in Cottbus nix ordentliches zwischen die Kiemen beim Frühstück bekommen hat und rüber zu den Messehallen. Was ich da wollte? Deutsche Meisterschaft im Einzelzeitfahren. Für Kim war ich als Begleitwagen vorgesehen. Um kurz nach halb drei ging es auf die Strecke und diese 50 Minuten sollten die letzten Minuten sein, in denen ich für Tage eine normale Stimme hatte. 40 Kilometer lang brüllte ich den Jungen an und es half. Platz zehn. Und was man bei so einem Event für Leute trifft. Schon deshalb hat sich die Reise gelohnt. Meine ganzen alten Leute aus Cottbuser Sportinternatzeiten. Zippel, Falk, Paddi, Claudine, mein alter Trainer Achim und und und. Klasse. Als die Titel vergeben waren, ging es zurück nach Bautzen. Ich hatte noch einen Wohnungsbesichtigungstermin bei meinem Cousin, übrigens voll schön die Bude und wieder in meiner Unterkunft zurück gab es eine kleine Wasserschlacht am Swimmingpool. Vor dem Schlafgehen mit den Kids noch eine Kissenschlacht veranstaltet und dann war ich reif für die Nacht.

Auf geht es zur Suche nach einem Internetzugang. News geschrieben und online gestellt, dann auf den Friedhof zu Oma und Opa gefahren, Mittagsschlaf fiel heute aus, stattdessen ging es zum Standesamt. Immer dabei - die Kamera. Nach dem Ja Wort ging es weiter zum Schloss wo die big Party anstand. Uuups. DVD voll. Los Laura schnell heim, ne neue suchen, damit wir die Ankunft der Braut und des Bräutigam in der Eselskutsche nicht verpassen. Das ganze hatte auch was gutes. So konnten wir bepackt mit einer neuen DVD auch die Fahrt in der Kutsche filmen. Von vorne kam nix also mit dem Auto neben die Kutsche gesetzt und Film ab. Liaaaaaaaaaaane da kommt ein Auto. Egal der hält schon an. Tat er auch. Hi, hi. Endlich gab es schon meine am Donnerstag verlangte Erdbeertorte. Als alle sich den Magen vollgeschlagen hatte, gab es Programm, dann lecker Abendessen, wieder Programm und gegen Mitternacht suchte ich das Weite.

7 Uhr hieß es raus aus den Federn. Diesmal benötige ich nur 1:10 h bis Cosebuz. Schon wieder fährt die dahin? Klar diesmal standen die Deutschen Meisterschaften Straße der Elite an. Gleichzeitig nach U 23 Bundesliga Cottbus Görlitz Cottbus. Das war mein Part. Renndienstwagen Nummer drei und Isi unsere Physio als Mechanikerin. Das wird ein Spaß. 175 Kilometer fuhren wir in Kolonne und das so meine ich fehlerfrei. Die Jungs waren uns dreimal besuchen um bissl Flüssigkeit nachzutanken aber ansonsten hatten wir eher weniger zu tun. In Cottbus zurück gab es einen Massenspurt mit dem unser Team eher weniger zu tun hatte. Und dann kamen die Profis von ihrer 240 Kilometer Runde zurück und wer hatte am Ende die Nase vorn? Kaum zu glauben. Martin Reimer. Wie geil ist das denn? Ganz feste geknuddelt und es fiel mir schwer die Tränen bei der Siegerehrung zurückzuhalten. Ganz starke Leistung und Respekt. Wie beneidete ich Paddi jetzt um seinen Job als Chaperon beim Sieger. Allen noch mal die Hand geschüttelt, schnell die sieben Sachen zusammengerafft, bei den Eltern den Kühlschrank leergeräumt und gegen 17.30 Uhr ging es auf die Autobahn gen Hilden. Einen Stau umfahren und um 23 Uhr war ich in der Itterstadt und hatte ein erlebnisreiches, stressiges Wochenende hinter mir, aaaaaaaaaber es war einfach toll.

Bis zur nächsten Woche

Eure Lilli

Dienstag, 23. Juni 2009

Wie die Zeit verfliegt (15.-21.06.2009)

Schock. 249 Rechnungen im Rechnungseingangsbuch. Motivation pur. Naja hilft ja alles nix. Ran an die Arbeit. Als ich 105 Rechnungen weg hatte, packte ich meine sieben Sachen und fuhr erst mal zum Großeinkauf. Erstmal alle Schubladen zu Hause auffüllen.

Den Dienstag nutze ich zum durchatmen. Es erwartet mich ja noch einiges in der Woche. Paar anstehende Termine geplant und mich um den Haushalt gekümmert.

Mittwoch ging es nach einem neun Stunden Bürotag nach Bochum. Teamtreffen. 1.30 Uhr!!! war ich wieder in Hilden. Klasse oder?

Sportlich betätigen. Jipijajei. Rad in Kofferraum und ab nach Düsseldorf. Bissl ackern im Büro und dann ab mit dem Rad zum Training ans Messezentrum. Techniktraining mit Kids. Hab mich ganz gut geschlagen. Äähm die Kids natürlich auch. Und damit sich mein sportlicher Ausflug auch lohnt, fuhr ich sogar mit dem Rad nach Hilden. Los nun lobt mich schon jemand. 75 Kilometer waren das insgesamt an diesem Donnerstag.

Das Actionwochenende. 15 Uhr läutete ich dies ein und dann ging es Schlag auf Schlag. Kuchen backen und um 17.30 Uhr machte ich mich langsam auf die Socken gen Kölle. Peg ist ja nur noch eine Woche Bewohnerin der Domstadt und da muss ich sie doch noch mal feste drücken und mich beköstigen lassen. Und dann war ja auch noch Lenny, der zum vergangenen Besuch erwachsener geworden ist. Immerhin ist er ja nun schon zwei Monate. Na dann Peg alles Jute für deine Family und ich komm dich besuchen. Die 200 Kilometer sind für mich doch ein klacks. Mit Karin, die auch den Weg noch mal zu Peg fand, machte ich mich gegen 23 Uhr auf den Heimweg.

Radrennen in Ahlen. Ich wollte gegen 10 Uhr da sein, fuhr vorher noch in die Autowäsche, hoffte darauf, dass ich an die Autogrammkarten der Jungs in der Kurierniederlassung komme - leider vergebens und stand dann schön im Stau. Mit einer Stunde Verspätung traf ich im Münsterland ein, stellte meinen Kuchen ab und begrüßte erst mal die mir bekannten Gesichter. Schnell rückte auch schon die Zeit für das "Fette Reifen" an. Wieviel Kinder werden es sein? Am Ende hieß die Zahl 15. Ich hatte auf mehr gehofft, doch es waren wohl noch andere Veranstaltungen in der Stadt oder die Playstation war interessanter. Nun gut zum Vorjahr als wohl Fünf am Start waren ja schon eine Steigerung. Ich gebe nicht auf. Im nächsten Jahr wird mindestens die 30 angepeilt. Um 19.30 Uhr war der Renntag Geschichte und Daniel lud zum Abschluss zum Grillen ein. Ich folgte der Einladung, schob mir ein Steak mit lecker Salat hinter, quasselte noch ne Weile und fuhr dann in meine kostenlose Unterkunft am Ende der Stadt.

Als ich um kurz nach 8 Uhr aus meinem Bett krabbelte, war meine Vorfreude auf dem Tag schon groß. Ich sollte Jule kennenlernen und meinen alten Kollegen und Kumpel Frank mit Frau Kathi wiedertreffen. Doch zunächst gab es eine Tasse Cafe und ne Runde quasseln mit dem Herr des Hauses. Der halbe Nachwuchs hatte ja das Haus schon verlassen, der andere Teil leistete uns kurz Gesellschaft, war aber dann auch weg. Um 10 Uhr machte ich mich dann auf die Socken nach Münster. Pünktlich zum Start des Triathlons war ich vor Ort. Erstmal am Bioracer Stand vorbeischauen und die neusten Neuigkeiten erhaschen, dann auf Franjo meinem Tanzpartner auf Mallorca gestoßen, mit ihm ne Runde gedreht und dann war auch Familie Drexhage da. Haaaaaaallo Jule, du bist aber schon groß. Ja sieben Monate. Man oh man wie die Zeit vergeht und dabei hatte ich das Gefühl, das Geschenk zur Geburt erst gestern versendet zu haben. Zu dritt feuerten wir den Papa an und der war richtig gut. Zumal er ja nur das Laufen richtig trainiert hatte und ein Rad hatte, was eigentlich gar nicht geht. Das wär sogar mir zu klein gewesen und ich bin zwölf Zentimeter kleiner. Nach 1:18 Uhr lief er über die Ziellinie. Respekt. Hätte ich nicht geschafft. Okay ich wäre ja schon im Hafenbecken ersoffen. Noch nen kleinen Spaziergang gemacht und der Sonntag neigte sich so langsam dem Ende. Ruhig ausklingen lassen, leider noch die Info bekommen, dass Berczi sich das Radiusköpfchen bei der Mainfrankentour gebrochen hat - gute Besserung an dieser Stelle - bissl telefoniert und dann war Schicht im Schacht.

Bis zur nächsten Woche

Eure Lilli

Dienstag, 16. Juni 2009

Kinder auf die Räder (08.-14.06.2009)

Der Montagabend bestand aus Pressearbeit und der Vorbereitung für meinen Urlaubstag am Mittwoch, den Besuch der 16 Ahlener Schulen. Wieso ich 16 Ahlener Schulen besuchen wollte? Die Antwort gibt es am Mittwoch.

Ein vergeudeter Tag. Das System war kaputt und bis auf ein wenig Ablage konnte ich nix im Büro anstellen. Aaaaah. Da hat man den Schreibtisch voll und zu Hause ne große To Do Liste und kann weder hier noch dort was tun.

Trotz Stau am Kamener Kreuz erreichte ich pünktlich um 10 Uhr Ahlen. Es führen ja bekanntlich mehrere Wege ans Ziel. Kurz einen Cafe geschlürft und dann ging es zusammen mit Vereinskollege Matthias los. Alle Grundschulen und weiterführenden Schulen wurden von uns beiden belästigt. Wir verteilten unsere Plakate und Flyer für das "Fette Reifen Rennen" in Ahlen. Der ein oder andere Presseshop musste auch noch dran glauben und wir hofften, dass viele Kiddis sich angesprochen fühlten. Nach einem leckeren Mittagessen bei der Geschäftsführerin vom Verein, besuchte ich noch Stef und ging ne Runde in Hamm shoppen.

Fronleichnam. Schlaaaaaaaaafen und das bis 11.30 Uhr. Fahr ich zur Niederrheinmeisterschaft? Eigentlich wär es schon mal gut sich wieder zu bewegen, doch das Wetter spielte nicht mit. So blieb ich zu Hause. Ist ja nicht so, dass es hier nix zu tun gibt.

Diesmal gab es keinen Brückentag für mich. Ich muss sparen mit meinen Tagen. Also war ich einige der wenigen im Büro. Und was man da so alles schafft, wenn man Ruhe hat.

Landesmeisterschaften im Kunstradsport. Man (Frau) muss sich ja auch mal für andere Sparten interessieren. Also ging es am Vormittag nach Mülheim. War wirklich interessant und mich Kopf brodelte, wie funktioniert das alles mit den Kunststücken? Kann ich das auch? Aber ich bezweifle, dass ich soviel Körperspannung habe. Am Nachmittag ging es weiter nach Senden. Uwe hatte zum Klassikkonzert geladen. Aber wir verweilten nicht lange da. Ein langer Spaziergang am Weser Ems Kanal und dann kurzerhand den Abend anders geplant.

Obwohl es nach Regen aussah, schwang ich mich mit Begleitung auf meinen Drahtesel. 70 Kilometer, die mich ganz schön forderten, standen am Ende zu Buche. Also Belohnung gab es im Cafe Apfelstrudel mit Vanilleeis und Sahne und nen fetten Kakao. Abend noch am Telefon gehangen bis tief in die Nacht und schwups war eine weitere Woche Geschichte.

Bis zur nächsten Woche

Eure Lilli

Dienstag, 9. Juni 2009

"Dann iß doch ne Stulle" (01.-07.06.2009)

Um 3.45 Uhr erreichte ich Hilden. Bei der Uhrzeit war klar, dass der Pfingstmontag so gut wie gelaufen war für mich. Nun gut, ist halt nun so.

Kühlschrank füllen und dann mal wieder Pressearbeit und das Internet nach Fotos durchsuchen. Naja dauert ja nur zehn Minuten. So jedenfalls scheinen einige Leute zu denken und vor allem scheint es für einige Leute nur eine Sache im Leben zu geben. Bei mir ist das nicht der Fall und wenn man das nicht versteht, dann kann ich da auch nicht helfen.

Treffen mit Sascha und Klaus. Wir mussten einen Plan aushecken für die Ferienfreizeit des Radsportverbandes. Man was haben wir gelacht. Ich glaube nicht nur die Kids werden Spaß haben, auch wir Betreuer werden tolle Tage erleben. Da ich ja ne nette bin, habe ich dann Klaus auch noch nach Solingen gebracht. Es dämmerte nämlich schon und seine Lichtmaschine funktionierte nicht. Im Gegensatz zu mir war Klaus sportlich unterwegs.

Sonderurlaub. Münsterland Tour der Junioren stand an. Im Laufe des Vormittags fuhr ich nach Ahlen und widmete mich dort administrativen Aufgaben. Zum Abendessen wurde ich mit lecker Pfannekuchen verwöhnt. Um 0.30 Uhr hatte ich dann soweit alles zusammen und legte mich zur Ruh.

Nach dem Frühstück ging es zur Zeche Ahlen. Autos bekleben, Permanance einrichten, Besprechung und so weiter. Und schwups war es auch schon 18 Uhr und der Start zur 1. Etappe erfolgte. Ich war als Mechaniker eingeteilt und fuhr im neutralen Materialwagen mit. Nach der Tour tat mir mein Zwerchfell weh. Zunächst haben wir nach einigen Runden das Ersatzrad verloren. Ist ja nicht lustig, aber gott sei Dank war ein Fußgänger in der Nähe, der das Rad von der Straße hob. Daaanke. Als es dann über meinen Kopf trotzdem weiter klapperte, kletterte ich aus dem Fenster und sah den offenen Schnellspanner eines Vorderrades. Michael anhalten. Laufrad fest gemacht und weiter gings. Leider endete das Rennen mit einem heftigen Sturz eines Fahrers aus Thüringen. Um es vorweg zu nehmen. Es geht ihm wieder gut soweit. Mit dem Ende des Rennens war noch lange nicht Schluss für mich und die anderen Helfer. Abgittern, aufräumen etc. Dann gab es von Familie Brehe noch lecker Essen und als es schon länger dunkel war, war alles geschafft. Tschüss bis morgen.

6.30 Uhr aufstehen und ab nach Reken. Wie sieht es denn hier aus? Warum stehen noch keine Gitter. Der Gitterwagen war defekt. Na toll. Doch die Truppe funktioniert und so war es kein Problem, als wir erst eine Stunde vor dem Start mit allem anfangen konnten. Beim Zeitfahren der ersten Halbetappe an diesem Tag, war ich für die Einweisung der Mannschaftswagen verantwortlich. Manche haben echt einen Streß. Irgendwann ist mir der Kragen geplatzt. Man kann ja viel mit mir machen, aber anfahren. No go. Das waren 50 Schweizer Franken. In der Mittagspause gönnte ich mir ne Portion Pommes und ne kurze Verschnaufpause. Dann ging es schon mit der Nachmittagsetappe weiter. Das Wetter war alles andere als toll. Regen. Wieder nahm ich im neutralen Materialwagen Platz. Ich litt mit den Jungs da draußen richtig mit. Es war kalt und nass. Da der Pressesprecher ab Nachmittag anderweitige Verpflichtungen hatte, war ich nun auch für die Fotos zuständig, half den Mädels noch bei der Siegerehrung und schleppte zum Ende noch die Gitter. Flexibel die Frau wa? Hi, hi. An diesem Tag fuhr ich zum schlafen nach Hilden. 23 Uhr angekommen und noch schnell Fotos versendet und dann ab heia machen.

Kurz nach 7 Uhr war die Nacht zu Ende. Im Regen ging es nach Unna zur letzten Etappe. Puh hier geht es ja nur rauf und runter. Und heute hatte ich sogar mal was zu tun. Ein Cebion Fahrer hatte Defekt an der äußerst ungünstigsten Stelle. Bergan und 100 Meter vor dem Feld. Aber bissl Kraft habe ich ja noch in meinen Armen und so schob ich ihn nach dem Wechsel an und hoffte er schafft den Weg zurück ins Feld. Dann war irgendwann Schluss. Siegerehrung, die bissl daneben lief und abbauen. Vier Tage in Action, aber irgendwie hat es doch Spaß gemacht. Die Jungs wollten dann noch nach Ahlen in die Pizzeria, doch für mich wäre das die komplett falsche Richtung gewesen, also musste ich absagen. Als Antwort bekam ich: "Dann fahr doch nach Hause und iß deine Stulle." Na toll Jungs, bis eben mochte ich euch noch, aber nun?! Auf der Autobahn stand ich kurz im Stau und war am zeitigen Abend wieder in der Itterstadt. Ja ich bin im nächsten Jahr gerne wieder dabei.

Bis zur nächsten Woche

Eure Lilli

Dienstag, 2. Juni 2009

Im ersten Moment nicht erkannt (25.-31.05.2009)

Es war mal wieder Zeit lecker essen zu gehen. Nachos mit Chili con Carne. Und dann noch mit einer tollen Begleitung. Supi Abend. Zu Hause angekommen hing ich bis 23 Uhr noch am Telefon.

Die nächsten zwei Tage suchte mich die Sommersmüdigkeit heim. Nach der Arbeit war nicht viel mit mir anzufangen. Schlimm, dass meine Couch so gemütlich ist, da kommt man (frau) wenn man einmal drauf liegt so schnell nicht mehr von los.

Donnerstag kam ich wiederholt nicht vom Telefon los. Bis Mitternacht und dann musste Schluss sein. Ich muss ja morgens raus. Gut das ich ne Festnetz Flatrate habe und mein Gesprächspartner ebenso. :)

Bei dem tollen Wetter hielt ich es nicht lange im Büro aus. So einen Tag muss man genießen. Das tat ich und leutete so das Wochenende ein.

Staublappen rausgeholt, Rad abgewischt und los ging es per Muskelkraft nach Düsseldorf zum Messegelände. Hier stand der Jugendrenntag an. Erstaunte Blicke erwarteten mich. "Och dich habe ich gar nicht erkannt in Rennklamotten." "Liane? Mensch du siehst so anders aus." So oder so ähnlich begrüßten mich viele Leute. Dann ließ ich mich von Sascha mit Getränken und Kuchen versorgen, sodass ich auf dem Rückweg keinen Hungerast erleide und machte mich nach dem Start des C-Klasse Rennens, wo die Starter nicht wirklich mehr der Jugend angehören, zusammen mit dem Jugendleiter Klaus auf dem Heimweg. Immer schön am Rhein entlang. Auf der Hälfte hielten wir an einem Cafe an, aßen in der Sonne Rharbarberkuchen - hmmmmmmmmh lecker - tranken nen Cafe und pedalierten nach weiter nach Hilden. Am Ende hatte ich für 70 Kilometer neun Stunden benötigt. Rekord oder?

Eine Aktion wo einige mir nen Vogel für zeigten, aber das ist halt Liane. Ich fuhr gegen Mittag nach Leipzig zur Neuseenclassics. Hier fand um 20 Uhr die Mannschaftsleitersitzung statt und da die Jungs aus Slowenien nicht pünktlich sein würden, übernahm ich den Part. Im Hotel eingecheckt und dann bin schon mal rüber nach Zwenkau. Gute Entscheidung, denn so hatte ich das Vergnügen Achim Menzel live zu erleben. Wusste gar nicht das der noch singt. Heimatgefühl kam auf. Hi, hi. In der Besprechung fühlte ich mich als einzige Frau pudelwohl. Wie immer. Zurück im Hotel traf ich noch auf Kumpel Martin Reimer. Dafür hat sich der Weg doch gelohnt. Gegen 21.30 Uhr trafen die Renner ein, ich übergab die Infos, quasselte noch mit Ben kurz, der ja nun für einige Zeit auf der Sonneninsel Mallorca weilt und trat gegen 22.30 Uhr die Heimreise an. Bleiben konnte ich nicht. Warum wieso weshalb gehört hier nicht hin. Da ich aber mittlerweile meine gute Laune verloren hatte, war die Rückreise kein Problem. Ich war nicht eine Minute lang müde.


Bis zur nächsten Woche

Eure Lilli